Schwedens Zentralbank rät: Bargeld für den Krisenfall bereithalten.
Riksbank empfiehlt Bargeldreserve für Notfälle
Nach Angaben von TSN.ua: Die schwedische Zentralbank, der Riksbank, hat ihre Bürger dazu aufgefordert, für den Fall von militärischen oder Cyberangriffen sowie anderen Krisenszenarien eine Bargeldreserve zu Hause zu haben. Konkret rät die Bank jedem Erwachsenen, mindestens 1000 Schwedische Kronen (etwa 110 US-Dollar) in bar vorrätig zu halten. Diese Empfehlung ist eine Reaktion auf wachsende Sicherheitsbedenken in einer global zunehmend instabilen Lage.
Schweden gilt als Vorreiter der digitalen Zahlungsabwicklung; nur etwa jede zehnte Transaktion wird dort noch bar getätigt. Angesichts möglicher Krisen betont der Riksbank jedoch, wie wichtig der Zugang zu verschiedenen Zahlungsmitteln ist.
„Der Zugang zu verschiedenen Zahlungsmitteln erhöht die Fähigkeit der Bürger, Zahlungen bei temporären Ausfällen, in Krisenzeiten oder im schlimmsten Fall während eines Krieges zu leisten“ – Riksbank.
Darüber hinaus müssen Geschäfte bis zum 1. Juli dieses Jahres sicherstellen, dass Lebensmittel und Medikamente auch offline mit Bankkarten bezahlt werden können. Bereits zuvor hatte die schwedische Regierung Broschüren mit Verhaltensratschlägen für mögliche Krisen an die Haushalte verteilt. Solche Empfehlungen zur Bargeldhaltung sind nicht einzigartig für Schweden; ähnliche Ratschläge wurden auch von den Zentralbanken Finnlands und Norwegens veröffentlicht.
Nordische Länder planen für den Ernstfall
Die nordischen Länder, darunter Schweden, arbeiten aktiv an Plänen für eine mögliche grenzüberschreitende Evakuierung der Zivilbevölkerung im Falle eines militärischen Konflikts. Diese Maßnahmen unterstreichen die Ernsthaftigkeit der Lage und die staatliche Vorbereitung auf mögliche Notstände.
Die Ratschläge des Riksbank spiegeln die wachsenden Sicherheitsbedenken in der Region wider, die vor dem Hintergrund globaler militärischer Konflikte und Cyberangriffe entstanden sind. Die Vorsorgemaßnahmen Schwedens und seiner Nachbarländer zeigen einen generellen Trend zu mehr Risikobewusstsein in der Bevölkerung auf. Sie verdeutlichen, wie wichtig es ist, auch in hochdigitalisierten Gesellschaften auf alternative Zahlungsmittel vorbereitet zu sein.
Lesen Sie auch
- Bis zu 17.000 Euro Geldstrafe: Wer bei Überweisungen auf Bankkarten in die Steuerfalle tappt
- Kaufen statt mieten? In diesen Städten ist der Immobilienkredit günstiger als die Miete
- Handy aufladen bei der PrivatBank: Gebühren und Limits im Überblick
- 3,2 Milliarden Euro von der EU für Kiew: Ein 90-Milliarden-Kredit, der durch russische Vermögen besichert wird
- Ukrainischer Ökonom rechnet mit Dollar-Kurs von 47 Hrywnja bis Ende 2026
- Milliardenwäsche-Vorwürfe: Die ukrainische Notenbank belegt EasyPay und City24 mit Rekordstrafen

