Trump kann sich auf die Ukraine konzentrieren: Was nach dem Frieden im Gazastreifen zu erwarten ist.
Nach Angaben von inkorr.com: Nach dem Ende der Kämpfe im Gazastreifen könnte Donald Trump seine diplomatische Aufmerksamkeit auf den Krieg in der Ukraine richten. Laut The Wall Street Journal hat der amerikanische Präsident einen wichtigen außenpolitischen Sieg errungen, indem er als Vermittler bei der Freilassung von Geiseln und dem Abschluss eines Friedensabkommens zwischen Israel und HAMAS auftrat.
Erwartungen der EU an Trump
Europäische Diplomaten hoffen, dass Trump ähnliche Erfolge in den Beziehungen zu Russland erzielen wird, da der Kreml das Haupthemmnis für Frieden in Europa darstellt. Offizielle Vertreter der USA und der EU warnen jedoch, dass die Situationen im Gazastreifen und in der Ukraine nicht vergleichbar sind – Israel verfügt über erhebliche militärische Möglichkeiten, während Russland über ein Atomarsenal verfügt und den Krieg ohne jegliche Anzeichen von Zugeständnissen fortsetzt.
Trumps Erfolg mit Netanjahu
Laut WSJ zwang Trump den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, den amerikanischen Friedensplan mit 20 Punkten anzunehmen und sich öffentlich beim Katar-Führer zu entschuldigen. Gleichzeitig drohten Katar, Ägypten und die Türkei HAMAS mit diplomatischen Konsequenzen, falls das Abkommen nicht unterzeichnet wird. Dieser gemeinsame Druck war ein entscheidender Faktor beim Erreichen eines Waffenstillstands.
Nach Ansicht des ehemaligen US-amerikanischen Sicherheitsratsmitarbeiters Fred Fleitz hat „der Erfolg im Gazastreifen Trump eine erhebliche Vorteile zur Lösung anderer globaler Konflikte verschafft – er hat bewiesen, dass er ein effektiver Friedensstifter sein kann“.
Europäische Experten glauben, dass die wichtigste Lektion, die Trump aus den Nahost-Abkommen gezogen hat, im Wort „Druck“ liegt. Beobachter stellen fest, dass diese Methode Washington bald auch gegen Moskau anwenden könnte.
Derzeit unternimmt das Weiße Haus keine direkten Schritte, aber die Verbündeten der Ukraine glauben, dass Trump nach dem diplomatischen Durchbruch im Gazastreifen erneut versuchen könnte, Putin an den Verhandlungstisch zu bringen.
Es wurde zuvor berichtet, dass Wolodymyr Selenskyj plant, am 17. Oktober in Washington Donald Trump zu treffen. Beide Präsidenten haben bereits wichtige Fragen wie militärische Bedrohungen und die Notwendigkeit neuer Verteidigungssysteme erörtert.
Diese Situation unterstreicht, dass Trump beabsichtigt, nach dem Erfolg im Gazastreifen seine Bemühungen auf die Lösung des Konflikts in der Ukraine zu konzentrieren. Die ukrainische Seite hofft, dass die Zusammenarbeit mit den USA zu neuen diplomatischen Anstrengungen führt, die dazu in der Lage sind, die Spannungen zu verringern und Frieden in der Region zu fördern.
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