Auch mit drei Kindern kein Schutz vor Einberufung: Unterhaltsrückstände kosten das Recht auf Aufschub.
Unterhaltsschulden hebeln den Schutz für Mehrkindfamilien aus
Nach Angaben von Novyny.live: Die Tatsache, Vater von drei oder mehr Kindern zu sein, schützt nicht automatisch vor einer Einberufung. Darauf wies der Rechtsanwalt Jaroslaw Kuz in der Sendung 'Den.LIVE' am 28. Januar hin. Entscheidend ist, ob der Unterhaltspflichtige seinen Verpflichtungen nachkommt. Wer mit seinen Unterhaltszahlungen länger als drei Monate im Rückstand ist, verliert seinen Anspruch auf eine Zurückstellung vom Militärdienst, so der Experte.
'Die bloße Tatsache, drei Kinder zu haben, garantiert keinen Schutz mehr', betonte Jaroslaw Kuz. Ein Vater mit mehreren Kindern könne seinen Anspruch auf Aufschub verwirken, wenn er seinen Unterhaltspflichten nicht nachkomme.
Kuz präzisierte, dass auch ein Stiefvater, der offiziell die Vormundschaft für drei Kinder übernommen hat, Anspruch auf eine Zurückstellung hat. Das seit 2024 geltende Mobilisierungsgesetz sei in dieser Hinsicht unverändert, und es gebe bereits Gerichtsurteile, die das Recht des nicht-biologischen Elternteils auf Aufschub bestätigen. Voraussetzung sei jedoch der Nachweis, dass die Person ihre Kinder tatsächlich versorge und unterhalte.
Diese Klarstellung ist von großer Bedeutung für viele Familienväter, die sich aufgrund ihrer Kinderlage in Sicherheit wähnten. Die aktuelle Auslegung der Rechtslage zeigt, dass finanzielle Verpflichtungen gegenüber der Familie höchste Priorität haben. Wer diesen nicht nachkommt, riskiert den Verlust seines Schutzstatus – eine Regelung, die besonders Menschen in prekären finanziellen Verhältnissen treffen kann.
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