Steuerprüfung bei Betreibern großer Telegram-Kanäle bleibt ohne Befund.
Die Herausforderung anonymer Telegram-Kanäle
Nach Angaben von Novyny.live: Eine parlamentarische Untersuchungskommission (TSC) hat die Steuerbehörde mit der Überprüfung von neun Betreibern großer Telegram-Kanäle beauftragt. Acht dieser neun Personen sind als Unternehmer registriert. Die Prüfung ergab jedoch keine Verstöße gegen das Steuerrecht. Die Untersuchung zeigte, dass den Finanzbehörden außer den selbst deklarierten Einnahmen keine Informationen über weitere Einkünfte vorlagen.
Andrij Trozko, stellvertretender Leiter der Staatlichen Steuerbehörde: 'Im Rahmen der durchgeführten Maßnahmen wurden keine Verstöße gegen das Steuerrecht festgestellt, da uns keine Informationen über erhaltene Einkünfte außer den deklarierten vorliegen.'
Dies macht deutlich, dass die Überprüfung der Kanalbetreiber keine gravierenden Unregelmäßigkeiten ans Licht brachte.
Wolodymyr Kysyma, Leiter der Abteilung für die Besteuerung natürlicher Personen: 'Die Einkünfte dieser acht Einzelunternehmer, die Telegram-Kanäle betreiben, übersteigen nicht die deklarierten Beträge.'
Damit entspricht die unternehmerische Tätigkeit der genannten Personen den steuerrechtlichen Vorgaben.
Transparenz als Schlüsselforderung
Gleichzeitig wurde auf ein grundsätzliches Problem hingewiesen: Bei anonym geführten Telegram-Kanälen ist es oft unmöglich, den wirtschaftlich Berechtigten zu identifizieren. Anton Samjatin, Leiter der Abteilung zur Verhinderung von Finanzoperationen, betonte: 'Das Problem besteht darin, dass sich bei anonymen Telegram-Kanälen in der Regel der wirtschaftliche Eigentümer nicht feststellen lässt.' Dies unterstreicht die Notwendigkeit größerer Transparenz bei den Betreibern, was wiederum die Kontrolle über Steuerpflichten verbessern könnte. Die Debatte um mehr Transparenz in sozialen Medien gewinnt international an Bedeutung.
Zusammenfassend hat die Untersuchungskommission zwar die durch Anonymität möglichen Steuerrisiken in den Blick genommen, aber bei den konkret geprüften Fällen aktuell keine Gesetzesverstöße festgestellt. Eine transparente Führung von Telegram-Kanälen bleibt ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Steuerhinterziehung.
Die Situation zeigt, wie wichtig es ist, die Kontrollmechanismen für Einkünfte aus Aktivitäten in sozialen Medien zu verbessern. Sie könnte Grundlage für weitere Initiativen zur Regulierung und zur Verringerung von Anonymität im Bereich der elektronischen Medien sein. Transparenz bei den Betreibern ist entscheidend für eine gerechte Besteuerung und die Verhinderung von Steuerumgehung, was sich positiv auf die finanzielle Stabilität des Staates auswirken kann.
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