Holzschlag 2026: Was Haushalte in der Ukraine beachten müssen.

Holzschlag 2026: Was Haushalte in der Ukraine beachten müssen
Holzschlag 2026: Was Haushalte in der Ukraine beachten müssen

Neue Vorschriften für das Fällen von Bäumen ab 2026

Nach Angaben von Novyny.live: Ab dem Jahr 2026 gelten in der Ukraine verschärfte Regeln für das Fällen von Bäumen zur Brennholzgewinnung. Die Bestimmungen richten sich nach dem Standort der Bäume und den Eigentumsverhältnissen des Grundstücks. Auf privaten Flächen dürfen Eigentümer grundsätzlich ohne Genehmigung Bäume fällen. Für alle Bäume außerhalb des eigenen Grundstücks ist hingegen eine behördliche Erlaubnis der lokalen Verwaltung erforderlich. Diese Regelung soll einen Ausgleich zwischen privaten Bedürfnissen und dem Schutz des Gemeinguts schaffen.

Wann das Entfernen von Bäumen kostenfrei ist

Die neuen Vorschriften sehen in bestimmten Fällen eine Gebührenbefreiung vor. Dies gilt beispielsweise:

  • für notfallmäßige Fällungen, wenn ein Baum eine Gefahr darstellt;
  • wenn der Stammdurchmesser unter 5 Zentimeter liegt.

In solchen Situationen können die Bäume kostenlos entfernt werden. Handelt es sich jedoch um Gehölze in besiedelten Gebieten, die unter kommunale Gestaltungssatzungen fallen, kann auch hier eine spezielle Genehmigung – ein sogenannter 'Grünordnungsbescheid' – nach lokalen Vorgaben nötig sein.

Hohe Bußgelder bei Verstößen

Wer die Regeln missachtet, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Für Privatpersonen liegen die Geldbußen 2026 zwischen 255 und 510 Hrywnja. Für Verantwortliche in Behörden oder Unternehmen können sie von 1.275 bis 2.550 Hrywnja betragen. Konkret bedeutet das: Wer in einer Stadt einen Baum mit 50 Zentimeter Durchmesser illegal fällt, zahlt etwa 2.800 Hrywnja. Außerhalb von Ortschaften kann das Bußgeld für denselben Verstoß sogar über 11.000 Hrywnja steigen.

Der Experte Oleh Kosljak erläutert: 'Wenn die Bäume auf einem privaten oder kommunalen Grundstück stehen, das nicht zum Waldbestand gehört, kann der Eigentümer oder Nutzer grundsätzlich Totholz oder wildwachsende Bäume entfernen – sofern dadurch keine anderen Vorschriften verletzt werden.'

Für Haushalte ist es daher entscheidend zu wissen, welche Bäume 2026 ohne Genehmigung für Feuerholz gefällt werden dürfen und wann besondere Auflagen gelten.

Die Reform zielt darauf ab, die Nutzung der Waldressourcen besser zu steuern und die ökologische Sicherheit zu erhöhen. Klare Regelungen sollen illegalen Holzeinschlag eindämmen und zum Erhalt des Grüns in Städten und Landschaft beitragen. Die Einhaltung dieser Vorgaben liegt in der Verantwortung aller Bürger, weshalb eine gute Information über Rechte und Pflichten unerlässlich ist.


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