Mehr Geld für Langzeitarbeiter: So berechnet die Ukraine 2026 den Rentenzuschlag.

Mehr Geld für Langzeitarbeiter: So berechnet die Ukraine 2026 den Rentenzuschlag
Mehr Geld für Langzeitarbeiter: So berechnet die Ukraine 2026 den Rentenzuschlag

Rentenzuschläge in der Ukraine ab 2026

Nach Angaben von Novyny.live: Ab dem Jahr 2026 sollen in der Ukraine Bürger mit besonders langer Berufstätigkeit einen finanziellen Aufschlag auf ihre Rente erhalten. Die staatliche Rentenbehörde (PFU) hat nun offengelegt, wie sich dieser Betrag errechnet und welche Voraussetzungen an die Versicherungsjahre geknüpft sind. Ziel ist es, die Altersversorgung für Menschen mit langer Erwerbsbiografie gerechter zu gestalten.

Laut dem Gesetz 1058-IV zur „staatlichen Rentenpflichtversicherung“ gelten folgende Mindestzeiten: Wer mit 60 Jahren in Rente gehen will, benötigt 33 Versicherungsjahre. Für den Rentenbeginn mit 63 Jahren sind 23 Jahre nötig, und mit 65 Jahren reichen 15 Jahre aus. Wurde die Rente vor Oktober 2011 bewilligt, müssen Männer mindestens 25 Jahre und Frauen 20 Jahre nachweisen. Bei einer Bewilligung nach Oktober 2011 steigt die Anforderung auf 35 Jahre für Männer und 30 Jahre für Frauen.

Neue Berechnungsgrundlage für Zuschläge

Die aktualisierten Regeln sehen vor, dass jedes zusätzliche Jahr über die geforderte Mindestversicherungszeit einen Zuschlag von einem Prozent der Grundrente bringt. Da der aktuelle Existenzminimumbert in der Ukraine auf 2.595 Hrywnja festgelegt wurde, ergibt sich daraus ein Aufschlag von 25,95 Hrywnja pro Mehrjahr. Konkret hieße das: Bei zehn Jahren über der Norm läge der Zuschlag bei 259 Hrywnja, bei 20 Jahren sogar bei 518 Hrywnja.

Bereits im März dieses Jahres wurden die meisten Renten in der Ukraine automatisch um den Faktor 1,121 (also 12,1 Prozent) erhöht. Die durchschnittliche Steigerung betrug 568 Hrywnja, bei Militärrenten sogar 1.539 Hrywnja. Diese Anpassung zeigt, dass die Regierung weiterhin Reformen vorantreibt, um die Lebensbedingungen von Rentnern zu verbessern.

Welche Bedingungen gelten nun konkret für das Jahr 2026? Für den Renteneintritt mit 60 Jahren sind weiterhin 33 Jahre Wartezeit Pflicht. Wer mit 63 Jahren aufhören möchte, braucht 23 Jahre, und mit 65 Jahren genügen 15 Jahre. Was passiert mit jenen, die diese Hürden nicht schaffen? Die Frage, wie Arbeitslose überhaupt Versicherungszeiten sammeln können, bleibt ein eigenes Thema.

„Dank der neuen Zuschläge können Bürger mit überdurchschnittlich langer Berufstätigkeit mit einer deutlichen Aufstockung ihrer Rentenbezüge rechnen.“

Dieser Schritt könnte für viele Ukrainer eine spürbare finanzielle Verbesserung bedeuten. Zugleich schafft die Regelung einen Anreiz, länger im Berufsleben zu bleiben, was wiederum die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes stützen dürfte.


Lesen Sie auch

Werbung