Charkiw erhält zwei unterirdische Schulen und den ersten Kindergarten dieser Art.

Charkiw erhält zwei unterirdische Schulen und den ersten Kindergarten dieser Art
Charkiw erhält zwei unterirdische Schulen und den ersten Kindergarten dieser Art

Neue Bildungsräume im Untergrund von Charkiw

Nach Angaben von Novyny.live: Im Frühjahr 2024 sollen in der ostukrainischen Stadt Charkiw zwei neue unterirdische Schulen und der erste unterirdische Kindergarten des Landes eröffnet werden. Diese Initiative zielt darauf ab, Kindern trotz der anhaltenden Gefährdungslage durch den Krieg einen sicheren Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Solche Schutzräume sind für Städte in Frontnähe von existenzieller Bedeutung.

Die Direktorin der Bildungsabteilung des Stadtrats, Olha Demenko, gab am 28. Januar 2024 bekannt, dass jeder Verwaltungsbezirk der Stadt künftig über mindestens eine, teilweise sogar zwei dieser Schulen verfügen wird.

„Bereits im Frühjahr werden wir zwei weitere unterirdische Schulen eröffnen, und dann wird klar sein, dass es in jedem Verwaltungsbezirk eine oder sogar zwei unterirdische Schulen gibt“, erklärte sie.

Ein Novum: Der unterirdische Kindergarten

Neben den Schulen wurde in Charkiw auch das erste Konzept für einen Kindergarten im Untergrund entwickelt.

„Charkiw hat das erste Projekt für einen unterirdischen Kindergarten erarbeitet“, fügte Olha Demenko hinzu.
Das Vorhaben ist Teil einer umfassenderen Strategie der Stadtverwaltung, das Netz sicherer Bildungsorte auszubauen. Bürgermeister Ihor Terechow unterstützt diese Initiativen, was die hohe Priorität unterstreicht, sichere und verlässliche Lernumgebungen für die junge Generation zu schaffen.

Die Stadt hat zudem einen Antrag beim ukrainischen Ministerium für Bildung und Wissenschaft eingereicht, um die erste derartige Einrichtung des Landes zu realisieren. Dieser Schritt ist entscheidend, um den Bildungsbetrieb aufrechtzuerhalten, wenn die Sicherheit der Kinder über Tage nicht gewährleistet werden kann. Die Eröffnung der neuen Bildungseinrichtungen unter der Erde markiert einen wichtigen Entwicklungsschritt für die städtische Infrastruktur und verbessert die Lernbedingungen unter extremen Umständen.

Die Maßnahmen zeigen das Bestreben der lokalen Behörden, den Schulbetrieb auch unter instabilen und bedrohlichen Bedingungen sicherzustellen. Die unterirdischen Schulen und Kindergärten könnten zu einem wegweisenden Beispiel dafür werden, wie sich ein Bildungssystem an die Herausforderungen eines Krieges anpasst. Dieser Ausbau der Bildungsinfrastruktur kann sich positiv auf die psychische Verfassung der Kinder auswirken und ihre Lernfähigkeit unter enormem Stress erhalten.


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