Petition für Rückkehr der Wassertaxis in Kiew: Über 2.000 Unterschriften gesammelt.
Wasserbusse auf dem Dnipro: Kiewer fordern Wiederbelebung des Flussverkehrs
Nach Angaben von Novyny.live: Eine Bürgerinitiative will den öffentlichen Nahverkehr auf Kiews Flüssen wiederbeleben. Auf der Website des Stadtrats läuft derzeit eine Petition, die die Rückkehr von Flussbussen auf dem Dnipro fordert. Initiator Ruslan Dschansurkajew schlägt vor, Passagiere mit Booten zu transportieren, um den Verkehr auf den Straßenbrücken zu entlasten. Bislang haben über zweitausend Menschen die Forderung unterstützt – für eine offizielle Behandlung durch die Stadtverwaltung sind jedoch 6.000 Unterschriften nötig.
Warum der Flussverkehr eine Renaissance verdient
Die Argumente für eine Wiederaufnahme der Schifffahrt sind gewichtig: Bereits seit 1961 verkehrten in Kiew regelmäßig Passagierboote auf dem Dnipro. Doch 1992 wurden alle Linien eingestellt – und bis heute blieb der Flussverkehr in der Hauptstadt lahmgelegt. Zwar gab es 2009 und 2017 Versuche, die Wassertaxis zurückzubringen, doch beide scheiterten. Die Zukunft der aktuellen Petition in der Kiewer Stadtverwaltung (KMDA) ist ungewiss. Dennoch signalisiert das wachsende Interesse an der Wiederbelebung des Wassertransports, dass die Bevölkerung eine Veränderung wünscht. Ein zusätzliches Angebot an Wasserwegen könnte die angespannte Verkehrsinfrastruktur der Stadt entscheidend verbessern.
Die Rückkehr der Flussschifffahrt hätte das Potenzial, Kiews alltägliche Verkehrsprobleme, besonders während der Hauptverkehrszeit, deutlich zu mildern. Angesichts der langen Tradition der Flussrouten könnte die Initiative von Ruslan Dschansurkajew auf breite Zustimmung bei jenen Bürgern stoßen, die nach alternativen Fortbewegungsmöglichkeiten suchen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist zudem der ökologische Aspekt: Weniger Autos auf den Straßen bedeuten weniger Luftverschmutzung – ein Gewinn für die gesamte Stadt.
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