Polen hebt die Vorteile für Ukrainern auf: Was sich ab 2026 bei der Beschäftigung ändern wird.
Nach Angaben von ТСН: Die polnische Regierung hat ein Gesetzesprojekt vorbereitet, das die schrittweise Aufhebung der wichtigsten Bestimmungen des Sondergesetzes zur Unterstützung ukrainischer Staatsbürger vorsieht.
Änderungen bei der Arbeitslegalisierung
Gemäß dem auf der Website des Regierungsgesetzgebungszentrums veröffentlichten Dokument wird ab dem 5. März 2026 das vereinfachte Verfahren zur Beschäftigung nur für Personen mit vorübergehendem Schutz zugänglich sein. Dies könnte den Prozess der Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte, die zuvor mehr Vorteile hatten, erschweren.
Experten des Arbeitsmarktes äußern Bedenken hinsichtlich möglicher Folgen.
„Dies könnte zu organisatorischem Chaos in den Unternehmen führen und das Risiko von Fehlern bei der Legalisierung der Beschäftigung erhöhen“,- warnen Fachleute und betonen die Wichtigkeit klarer Regeln für die Wirtschaft.
Kontext für Ausländer
Das Gesetzesprojekt sieht auch eine Verlängerung der Aussetzung der Fristen in Verwaltungsverfahren bezüglich Ausländern bis zum 4. März 2027 vor. Die Arbeitsmarktexpertin Nadia Vinyarska betont, dass dies Ausländer faktisch ihrer realen rechtlichen Schutzmöglichkeiten beraubt und zusätzliche Risiken für polnische Arbeitgeber schafft, die mit einem Fachkräftemangel konfrontiert sind. Vertreter der Wirtschaft betonen, dass sie nicht in die Diskussion dieser Änderungen einbezogen wurden.
Die Situation in der Ukraine
Vor dem Hintergrund verschärfter Regeln in Europa werden in der Ukraine die Bedingungen für die Rückkehr von Flüchtlingen erörtert. Die Direktorin des Instituts für Demografie und Sozialforschung M. Ptucha, Ella Libanova, hebt hervor, dass die Sicherheitslage ein entscheidender Faktor für die Rückkehr ist.
„Wenn es in der Ukraine Wohnraum und Arbeit gibt, sind die Chancen auf Rückkehr viel höher. Wichtig ist nicht nur der aktuelle Sicherheitszustand, sondern auch die prognostizierten Perspektiven“,- erklärt Libanova.
Sie ruft auch die ukrainischen Arbeitgeber dazu auf, den Kontakt zu den ausgewanderten Mitarbeitern zu halten. Ihrer Meinung nach können einfache Gesten der Aufmerksamkeit, wie die Information über die Pläne des Unternehmens oder die Gratulation zu Feiertagen, die Wahrscheinlichkeit der Rückkehr von Fachleuten nach der Stabilisierung der Situation erhöhen.
Wir erinnern daran, dass Polen die Spitzenposition in der EU-Rangliste bezüglich der Anzahl der beschäftigten Ukrainer einnimmt.
Angesichts der geplanten Änderungen in Polen müssen sich Ukrainer und ihre Arbeitgeber darauf einstellen, sich an die neuen Bedingungen anzupassen. Die Fortsetzung der Verzögerungen in Verwaltungsverfahren gefährdet den rechtlichen Status von Ausländern, und dies könnte ernsthafte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben. Daher ist es wichtig, die Entwicklungen zu verfolgen, um zeitnah auf die Herausforderungen zu reagieren.
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