Fast 800.000 Ukrainer im Job: Wo sie in Polen arbeiten.
Arbeitsmigration aus der Ukraine nach Polen im Überblick
Nach Angaben von TSN.ua: Ende 2025 waren zwischen 740.000 und 780.000 ukrainische Staatsbürger in Polen erwerbstätig. Die Mehrheit von ihnen hatte ihren Arbeitsplatz bereits vor Beginn des groß angelegten Krieges in der Ukraine am 24. Februar 2022 gefunden. Unter den ukrainischen Arbeitsmigranten in Polen verfügen etwa 92% über eine feste Anstellung. Für diejenigen, die nach Kriegsbeginn ankamen, gestaltet sich die Lage schwieriger: Nur rund 78% von ihnen fanden eine Beschäftigung. Diese Zahlen zeigen, wie stark der Krieg die Dynamik der Arbeitsmigration verändert hat.
Beliebte Branchen und berufliche Herausforderungen
Den Daten für 2025 zufolge wählte fast die Hälfte (ca. 49%) aller ukrainischen Kandidaten Stellen im Bereich Verpackung und Sortierung von Waren. An zweiter Stelle der Beliebtheit standen landwirtschaftliche Tätigkeiten und die Lebensmittelverarbeitung mit einem Anteil von etwa 11%. Gleichzeitig arbeiten schätzungsweise 36% der ukrainischen Arbeitsmigranten nicht in ihrem erlernten Beruf, was auf gewisse Hürden bei der Integration in den Arbeitsmarkt hindeutet.
Die Expertin Halyna Kyrychenko betonte, dass die Beschäftigungsquote ukrainischer Arbeitskräfte in Polen nach wie vor zu den höchsten in Europa zählt.
Dies ist ein Zeichen für die fortschreitende Integration von Ukrainern in die polnische Wirtschaft, die für beide Länder von großer Bedeutung ist. Ein wichtiger Wendepunkt steht im März 2026 an: Dann läuft der vorübergehende Schutzstatus für viele Ukrainer aus, was sich auf deren weitere Beschäftigungssituation auswirken könnte.
Die Tätigkeitsfelder ukrainischer Arbeitnehmer in Polen sind vielfältig. Zu den Hauptbereichen zählen:
- Verpackung und Sortierung von Waren
- Landwirtschaft und Agrarbereich
- Hilfs- und Anlerntätigkeiten in Industrie und Technik
Diese Daten unterstreichen die Bedeutung ukrainischer Arbeitskräfte für die polnische Wirtschaft und zeigen Trends auf, die sich in Zukunft noch verschieben könnten.
Die Situation der ukrainischen Arbeitsmigranten in Polen macht deren zentrale Rolle für die Sicherung von Arbeitskräften deutlich, zeigt aber auch die Herausforderungen bei der beruflichen Integration. Das Auslaufen des temporären Schutzstatus im März 2026 könnte zu einem entscheidenden Faktor für die künftigen Beschäftigungsmöglichkeiten werden. Dies erfordert die Aufmerksamkeit beider Regierungen, um tragfähige Lösungen für einen Übergang in dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse zu finden.
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