Polen hat einen russischen Archäologen aus der Eremitage wegen Ausgrabungen in der Krim festgenommen.
Nach Angaben von ТСН: In Polen wurde auf Anfrage der Ukraine der russische Archäologe Alexander Butjagin festgenommen, der als Leiter der Abteilung für antike Archäologie im Staatlichen Museum „Eremitage“ arbeitet. Ihm wird vorgeworfen, illegal Ausgrabungen auf dem Gebiet der Krim durchgeführt zu haben.
Butjagin wurde für 40 Tage in Haft genommen. Die ukrainische Seite plant, seine Auslieferung in dem Fall der Zerstörung des kulturellen Erbes, insbesondere des Objekts „Die alte Stadt Myrmekia“ in Kerch, zu verlangen. Informationen deuten darauf hin, dass die ukrainische Staatsanwaltschaft dem Archäologen im November 2024 in Abwesenheit Anklage erhoben hat. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe wegen seiner kriminellen Handlungen.
Festnahme in Polen
Nach Angaben polnischer Medien befand sich Butjagin auf der Durchreise aus den Niederlanden, wo er Vorträge hielt, und reiste in eines der Balkanländer. Die Festnahme war für ihn eine Überraschung – er hatte in einem Hotel in Warschau eingecheckt, als er von Amsterdam nach Belgrad unterwegs war. Mitarbeiter des Innenministeriums nahmen ihn dort fest.
Die Informationen über die Festnahme wurden bereits an die russische diplomatische Mission übermittelt. In Russland wurden die geplanten Vorträge von Butjagin abgesagt, unter anderem sollte er am 19. Dezember in Moskau zum Thema „Antike Monster in Mythen und Kunst“ sprechen.
Reaktion des Kremls
Der Sprecher des Kremls, Dmitri Peskow, äußerte Empörung über die Festnahme. Er bemerkte:
„Das ist Rechtshallerei. Absolut. Wir werden natürlich über diplomatische Kanäle das Recht auf Verteidigung der Interessen unseres Staatsbürgers einfordern.“.
Zur Situation äußerte Peskow, dass in Warschau „Hass“ gegenüber Russland herrscht und betonte, dass dies nicht der beste Ort für Reisen russischer Staatsbürger sei.
Weitere Fälle illegaler Ausgrabungen
Erinnert sei daran, dass im Sommer 2025 einem weiteren russischen Archäologen, Wladimir Tolstikov, in Abwesenheit der Verdacht auf illegale Ausgrabungen auf dem Gebiet des architektonisch-archäologischen Komplexes „Die alte Stadt Pantikapej“ in Kerch erhoben wurde, was zu einer teilweise Zerstörung des Objekts des kulturellen Erbes der Ukraine führte.
Dieses Ereignis unterstreicht die Bedeutung des Schutzes kultureller Werte, insbesondere im Kontext der engen Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und internationalen Organisationen zum Erhalt des kulturellen Erbes. Die Festnahme von Butjagin spiegelt auch die komplexen Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland wider, die weiterhin angespannt bleiben.
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