Airbnb-Verbot im Zentrum von Budapest: Was sich ab 2026 für Touristen ändert.

Airbnb-Verbot im Zentrum von Budapest: Was sich ab 2026 für Touristen ändert
Airbnb-Verbot im Zentrum von Budapest: Was sich ab 2026 für Touristen ändert

Nach Angaben von ТСН: In Budapest werden sich ab dem 1. Januar 2026 erhebliche Änderungen ergeben: Im 6. Bezirk, bekannt als Terézváros, wird die Kurzzeitvermietung von Wohnungen, wie Airbnb, verboten. Der Oberste Gerichtshof Ungarns hat die Rechtmäßigkeit dieser neuen Regelungen bestätigt.

Terézváros, wo Theater, die Ungarische Staatsoper und der Andrássy-Boulevard liegen, ist seit vielen Jahren eines der größten Touristenzentren der Hauptstadt. In den letzten Jahren ist jedoch die Kurzzeitvermietung dort erheblich gestiegen und hat sich zu einem der aktivsten Segmente des Wohnungsmarktes entwickelt.

Der Bezirksbürgermeister Tamás Shoprón bemerkte, dass in einigen Häusern bis zu die Hälfte der Wohnungen in Touristapartments umgewandelt wurde. Dies führt zur Verdrängung der Einheimischen aus dem Zentrum, und der Bezirk verliert seine Einzigartigkeit. Er fügte hinzu, dass ohne klare Einschränkungen die zentralen Teile der Stadt sich in eine Art „Disneyland“ verwandeln könnten – mit Restaurants und Attraktionen, aber ohne ständige Bewohner.

Die Nachfrage nach solchen Unterkünften in Budapest ist gestiegen: Seit 2020 hat sich ihre Anzahl um 80 % erhöht, und mittlerweile gibt es in der Stadt mehr Touristenwohnungen als Hotelzimmer. Etwa 40 % der Touristen wählen eine gemietete Unterkunft, was den europäischen Durchschnitt von 28 % erheblich übersteigt.

Die Regierung schließt nicht aus, das Verbot auf andere Bezirke auszuweiten. Einige Eigentümer und Immobilienmakler kritisieren jedoch diese Entscheidung aus Angst vor steigenden Preisen für Hotels und sinkenden Einnahmen. Trotz dieser Bedenken hält die Regierung an der Auffassung fest, dass die Regulierung notwendig ist, um ein Gleichgewicht zwischen den Interessen der Stadt und ihrer Bewohner zu gewährleisten.

Budapest bleibt eines der beliebtesten Reiseziele für Touristen aus Großbritannien, Deutschland, Italien und den USA. Im Jahr 2024 verzeichnete Ungarn 18 Millionen Gäste, von denen ein Drittel die Hauptstadt besuchte.

Ähnliche Initiativen werden in anderen EU-Ländern umgesetzt oder geplant. Zum Beispiel hat Barcelona vor, Airbnb bis 2028 vollständig zu verbieten, Sevilla begrenzt den Anteil an Touristeneigentum auf 10 % des Wohnraums in jedem Bezirk, und auf Mallorca wurde die Prüfung neuer Anträge ausgesetzt. In Madrid entschied das Gericht, fast 5000 illegale Vermietungsanzeigen zu entfernen.

Dieser Schritt in Budapest könnte ein ziemlich bedeutendes Signal für andere Städte sein, die versuchen, den Markt für Kurzzeitvermietungen zu regulieren. Regulierungen, die die Interessen der Einheimischen betreffen, können die Lebensqualität im Stadtzentrum verbessern und das kulturelle Erbe bewahren. Gleichzeitig könnte dies Bedenken bei Geschäftsinhabern hervorrufen, die auf Einnahmen aus dem Tourismussektor angewiesen sind.


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