Moskau und andere Städte von Benzinmangel betroffen: Russlands Treibstoffproduktion bricht ein.
Russlands Benzinproduktion sinkt drastisch
Nach Angaben von Espreso.tv: Im Juni 2025 verzeichnete Russland einen Rückgang der Benzinproduktion um rund 25 Prozent. Gleichzeitig ging die Exportmenge von Erdölprodukten auf dem Seeweg in der ersten Junihälfte im Vergleich zum Mai um etwa 15 Prozent zurück. Die Treibstoffknappheit hat inzwischen Moskau, Sankt Petersburg sowie die besetzten Gebiete erreicht und stellt dort eine ernsthafte Herausforderung dar.
Vier Branchenquellen berichten, dass Russland im Juni plant, Treibstoff auf dem Seeweg zu importieren, um die Versorgungslücken zu schließen. Alexander Nowak, ein Vertreter der Erdölindustrie, erklärte, dass Ölkonzerne geplante Wartungsarbeiten an Raffinerien verschoben hätten – ein Schritt, der die künftige Produktion zusätzlich belasten könnte.
Finanzielle Engpässe und Exportentwicklung
Hinzu kommt ein massives Haushaltsdefizit: In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 belief es sich auf 5,9 Billionen Rubel. Die Ausgaben für den Krieg überstiegen die im Budget für 2026 vorgesehenen Mittel um 40 Prozent. Trotz dieser Schwierigkeiten steigerte Russland den Export von Pipeline-Öl nach Ungarn und in die Slowakei um 22 Prozent – ein Zeichen für relative Stabilität in diesem Segment, während die Energiewirtschaft insgesamt unter Druck steht.
Die Lage auf dem russischen Energiemarkt – insbesondere der Rückgang bei Produktion und Export von Benzin – verdeutlicht die ernsten Probleme, vor denen das Land steht. Die Treibstoffknappheit in wichtigen Städten könnte sowohl die wirtschaftliche Lage als auch die soziale Stabilität beeinträchtigen. Der gestiegene Pipeline-Ölexport nach Ungarn und in die Slowakei deutet jedoch darauf hin, dass bestimmte Marktbereiche weiterhin Widerstandsfähigkeit zeigen, auch wenn das Gesamtbild angespannt bleibt.
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