Geheimtruppe des Kremls: Spezialeinheit soll Regimekritiker im Ausland töten.
Die Geburtsstunde des „Zentrums 795“
Nach Angaben von TSN.ua: Russland hat eine verdeckte Spezialeinheit namens „Zentrum 795“ aufgestellt, deren Auftrag darin besteht, Gegner des Kremls im Ausland zu ermorden oder zu entführen. Die Einheit, die als Militäreinheit 75127 geführt wird, entstand auf Anordnung des Generalstabs der russischen Streitkräfte nach dem Beginn des groß angelegten Angriffskriegs gegen die Ukraine. An der Spitze des Zentrums steht entweder der Generalstabschef Waleri Gerassimow persönlich oder einer seiner Stellvertreter.
Für den Dienst im „Zentrum 795“ wurden 500 Offiziere aus den Reihen des FSB, des GRU und des weißrussischen KGB ausgewählt. Zum unmittelbaren Vorgesetzten der Einheit wurde Denis Fissenko ernannt. Die Basis des Zentrums befindet sich auf dem Gelände des Militärparks „Patriot“ in Kubinka bei Moskau. Die Finanzierung des Verbandes wird von Andrei Bokarjow und Sergej Tschemesow sichergestellt.
Aufbau und Aktivitäten
Die Struktur des „Zentrums 795“ gliedert sich in drei Hauptabteilungen: Aufklärung, Stoßtrupp und Kampfunterstützung. Die Aufklärungsabteilung umfasst 19 Referate, darunter ein Scharfschützenreferat. Erst kürzlich wurde auf dem Flughafen der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá ein Offizier des Zentrums, Denis Alimow, auf Ersuchen der USA festgenommen. Alimow soll an einer Verschwörung zur Ermordung zweier europäischer Persönlichkeiten zwischen Oktober 2024 und März 2025 beteiligt gewesen sein. Bis 2022 diente er im Spezialeinsatzzentrum des FSB und trug den Decknamen „Arier“.
Die Schaffung des „Zentrums 795“ zeigt die zunehmende Eskalation der Aktivitäten russischer Geheimdienste im Ausland und deren Fokus auf die Beseitigung von Oppositionellen. Dieser Schritt verdeutlicht die wachsende Gefahr für Kremlkritiker außerhalb Russlands und könnte schwerwiegende Folgen für die internationale Sicherheit haben.
Die Festnahme von Denis Alimow in Kolumbien deutet auf ein globales Netzwerk hin, das die russischen Dienste aufzubauen versuchen, um ihre Ziele zu erreichen. Dies könnte zu verstärktem internationalem Druck auf Russland und neuen Sanktionen führen, die das Land auf der Weltbühne noch weiter isolieren würden.
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