Kinderlose Frauen in Russland sollen zur psychologischen Beratung – Hintergründe zur neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums.
Neue Richtlinien im russischen Gesundheitswesen
Nach Angaben von TSN.ua: In Russland sollen Frauen, die keine Kinder bekommen möchten, künftig zu einem medizinischen Psychologen überwiesen werden. Diese Empfehlungen hat das russische Gesundheitsministerium offiziell erlassen. Im Jahr 2024 wird im Rahmen dieser neuen Politik ein erweitertes Vorsorgeprogramm eingeführt, das auch zusätzliche Fragen in den Patienten-Fragebögen vorsieht. Damit reagiert die Regierung auf die anhaltende demografische Krise, die das Land belastet.
Fragen in den Erhebungsbögen
Die letzte Frage für Frauen im Fragebogen lautet: 'Wie viele Kinder möchten Sie haben, einschließlich der bereits geborenen?'. Antwortet eine Frau mit '0', wird sie zur weiteren Beratung an einen psychologischen Fachdienst überwiesen. Männer hingegen erhalten die Frage: 'Wie viele Kinder würden Sie angesichts Ihrer derzeitigen Lebensumstände gerne haben (unter Einbeziehung bereits vorhandener Kinder)?'. Bemerkenswert ist, dass die Empfehlungen keine Überweisung von Männern zum Psychologen vorsehen, falls diese angeben, keine Kinder zu wünschen.
Die Änderungen in der Gesundheitspolitik zielen darauf ab, Schwangerschaftsabbrüche zu verhindern und die Geburtenrate zu steigern, während der Aggressorstaat Russland mit einer schweren demografischen Krise kämpft. Die Behörden suchen nach neuen Wegen, um die Bevölkerung zu mehr Nachwuchs zu bewegen und traditionelle Familienwerte zu fördern.
Diese Initiative zeigt die Besorgnis der russischen Führung über den Geburtenrückgang, der schwerwiegende Folgen für die Wirtschaft und die soziale Struktur des Landes haben könnte. Vor diesem Hintergrund sind die neuen Maßnahmen als Teil einer breiteren Strategie zur Verbesserung der demografischen Lage zu verstehen, die für die Stabilität des Staates als wichtig erachtet wird. Gleichzeitig könnte eine solche Politik Debatten über Frauenrechte und Geschlechtergleichheit in der Gesellschaft auslösen.
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