Ukrainische Drohnenangriffe lösen Benzinknappheit in Russland aus: strenge Rationierungen verhängt.
Russland im Mai 2023: Brennstoffmangel nach Angriffen auf Raffinerien
Nach Angaben von UATV: Im Mai 2023 kam es in Russland zu einer schwerwiegenden Verknappung von Treibstoff. Auslöser waren Angriffe ukrainischer Drohnen auf Erdölraffinerien. Dabei wurden acht der zehn größten Verarbeitungsanlagen des Landes getroffen. Laut Bloomberg führten die ukrainischen Streitkräfte innerhalb eines Monats mindestens 30 Attacken auf russische Öleinrichtungen durch. Die Folge war ein drastischer Rückgang der Verarbeitungskapazitäten.
Verkaufsbeschränkungen für Benzin und Diesel
In der zweiten Maihälfte fielen in Russland Raffineriekapazitäten von rund 203.000 Tonnen pro Tag aus. Daraufhin wurden in Noworossijsk Obergrenzen für den Benzinverkauf eingeführt: maximal 60 Liter pro Kunde. Bei Diesel liegt die Grenze bei 100 Litern. In Sewastopol begrenzten die Besatzungsbehörden den Verkauf sogar auf 20 Liter pro Person. Diese Maßnahmen sollen die Versorgung der Bevölkerung sichern, doch die Knappheit bleibt spürbar.
Die eingeschränkte Verfügbarkeit von Treibstoff sorgt in der Bevölkerung für Unruhe.
„Das Benzinproblem ist real – ich kann seit zwei Tagen nicht tanken“, berichtete eine Bewohnerin der Krim. Der Experte Pawlo Lakijtschuk ergänzte:
„Die logistischen Sanktionen der Ukraine haben dazu geführt, dass auf der Krim nicht nur das Militär, sondern auch Zivilisten nicht genug Benzin haben“.
Zusätzlich hat Russland ein Exportverbot für Flugbenzin verhängt, das bis zum 30. November 2026 gelten soll. Die Europäische Union bereitet derweil ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland vor, was die Treibstoffversorgung weiter verschärfen könnte. Der aktuelle Mangel zeigt deutlich, wie militärische Aktionen die wirtschaftlichen Abläufe in Russland stören.
Die Angriffe auf die Raffinerien reduzieren nicht nur die Produktion, sondern lösen auch soziale Spannungen aus, da die Menschen unter den Rationierungen leiden. Neue EU-Sanktionen könnten die Lage zusätzlich erschweren und die russische Regierung zu weiteren wirtschaftlichen Anpassungen zwingen.
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