Ukrainische Angriffe auf die Krim legen Russlands Schattenflotte lahm: 105 Schiffe in acht Tagen aufgebracht.
Analyse der Schläge gegen russische Nachschubwege
Nach Angaben von Espreso.tv: Pawlo Lakiitschuk, Leiter der Sicherheitsprogramme am Zentrum für Globalistik „Strategie XXI“, erläuterte die Angriffe auf russische Logistikrouten auf der Krim und im Asowschen Meer. Diese Operationen hätten den Betrieb der russischen Schattenflotte zum Erliegen gebracht. Die gezielte Aktion gegen diese Flotte begann am 6. Juli 2023 und zeigt inzwischen deutliche Erfolge. Bis zum 13. Juli befanden sich nur noch 43 Schiffe im Asowschen Meer – ein Rückgang um 67 Prozent im Vergleich zu 132 Schiffen vor dem Start der Operation.
In der Nacht zum 13. Juli wurden 15 weitere Schiffe aufgebracht, wodurch sich die Gesamtzahl der erbeuteten Schiffe innerhalb von nur acht Tagen auf 105 erhöhte. Bis zum 11. Juli waren bereits 76 Schiffe binnen sechs Tagen getroffen worden. Lakiitschuk betonte:
„Der Hauptschlag zielte darauf ab, nicht nur die Krim, sondern alle russischen Truppen im Süden der Ukraine von Benzin, Treib- und Schmierstoffen sowie logistischer Versorgung abzuschneiden.“.
Strategische Maßnahmen und internationale Reaktionen
Lakiitschuk erläuterte zudem, dass die Operation auch Angriffe auf Asow umfasste, insbesondere auf Ankerplätze südlich und nördlich der Straße von Kertsch. Er fügte hinzu:
„Dabei handelt es sich um eine sogenannte außerhäfigen Umladung auf See: Kleinere Tanker, die ins Asowschen Meer einfuhren, übergaben ihr Öl an den Ankerplätzen südlich von Kertsch an große Tanker der Schattenflotte.“.
Die russische Schattenflotte besteht aus einem Netzwerk alter, meist nicht versicherter Tanker, die für den Export von Erdöl und Erdölprodukten genutzt werden. Vor dem Hintergrund dieser Ereignisse bereitet die Europäische Union ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland vor, das sich gezielt gegen die Schattenflotte richtet. Diese Schritte zeigen, dass die internationale Gemeinschaft ihre Bemühungen verstärkt, der russischen Aggression entgegenzutreten und die logistischen Kapazitäten Russlands in der Region zu schwächen.
Die durchgeführte Operation verdeutlicht einen strategischen Ansatz zur Reduzierung der russischen Logistikmöglichkeiten, was die militärischen Aktivitäten Russlands in der Region erheblich beeinträchtigen könnte. Der Rückgang der Schiffsanzahl in der Flotte sowie die geplanten EU-Sanktionen unterstreichen die wachsende internationale Unterstützung für die Ukraine und die Versuche, die Ressourcen einzuschränken, die Russland für seine Kriegsführung nutzt. Diese Entwicklungen könnten ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Aggression und zur Stärkung der Sicherheit im Schwarzmeerraum sein.
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