Wie das Schwarzmeerflotten-Abkommen von 1995 den Weg für die Besetzung der Krim ebnete.
31 Jahre seit der Unterzeichnung des Abkommens
Nach Angaben von Novyny.live: Am 9. Juni 2026 jährt sich die Unterzeichnung des Abkommens zwischen der Ukraine und Russland zur Aufteilung der Schwarzmeerflotte zum 31. Mal. Dieses am 9. Juni 1995 in Sotschi geschlossene Abkommen legte die Anteile an der Flotte fest: Die Ukraine erhielt 18,3 % der Schiffe, während Russland über 81 % bekam. Die Stadt Sewastopol wurde als Hauptstützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte bestimmt. Nach der Verteilung stellte sich heraus, dass ein Großteil der an die Ukraine übergebenen Schiffe technisch abgenutzt war, was in der ukrainischen Militärführung Besorgnis auslöste. Zum Kontext: Diese Aufteilung spiegelte das damalige Machtgefälle wider und schwächte die ukrainische Marine erheblich.
Bedeutung des Abkommens und seine Folgen
Das Abkommen zur Aufteilung der Schwarzmeerflotte war ein wichtiger Meilenstein in den Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland, wurde aber auch stark kritisiert. Viele Experten betrachten es als kontrovers, da es die Grundlage für spätere Konflikte in der Region legte. Die Besetzung der Krim durch Russland im Jahr 2014 wird genau mit diesem Abkommen in Verbindung gebracht, denn die Kontrolle über die Schwarzmeerflotte und die Militärstützpunkte auf der Krim wurde zu einem entscheidenden Faktor in den strategischen Plänen der Russischen Föderation.
Das Abkommen von 1995 hat somit tiefe Spuren in der Geschichte der ukrainisch-russischen Beziehungen hinterlassen, und seine Auswirkungen sind bis heute spürbar. Fragen rund um die Schwarzmeerflotte bleiben aktuell und werden in der Gesellschaft und Politik weiterhin diskutiert. Die anhaltende Relevanz zeigt sich etwa in den regelmäßigen Spannungen um die Durchfahrt durch die Meerenge von Kertsch.
Die 31. Wiederkehr des Abkommens zur Aufteilung der Schwarzmeerflotte unterstreicht die Dauerhaftigkeit und Komplexität der Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland, die von Phasen der Zusammenarbeit und des Konflikts geprägt sind. Heute stehen Sicherheitsfragen im Schwarzen Meer im Fokus sowohl der Ukraine als auch der internationalen Gemeinschaft, angesichts der geopolitischen Veränderungen und Einflüsse in der Region. Die Untersuchung und Analyse der Folgen des Abkommens könnte als Grundlage für weitere Schritte zur Gewährleistung von Stabilität und Sicherheit auf See dienen.
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