Ungarn blockiert EU-Beitrittsverhandlungen der Ukraine – Außenamtssprecher nimmt Stellung.
Politisch motiviertes Veto: Ungarn als einziger Bremser
Nach Angaben von Novyny.live: Als einziges Land blockiert Ungarn aus politischen Motiven die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine. Dies erklärte Georgij Tichij, Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, auf einer Pressekonferenz am 18. Februar. Die Haltung Budapests ist eindeutig: Ministerpräsident Viktor Orbán hatte zuvor erklärt, sein Land werde in den nächsten 100 Jahren nicht für eine ukrainische EU-Mitgliedschaft stimmen.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass Ungarns Blockadeplan scheitern wird. Laut Sprecher Tichij gibt es für das Veto keinerlei sachliche Grundlage.
„Die Ukraine hat es verdient, dass ihr EU-Beitrittsprozess vorankommt“ – Georgij Tichij.Die Situation verdeutlicht, wie sehr nationale Interessen den europäischen Einigungsprozess beeinflussen können.
Angespannte bilaterale Beziehungen
Bei der Münchner Sicherheitskonferenz richtete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj deutliche Worte an Orbán.
„Für Orbán ist es an der Zeit, die Armee zu vergrößern, nicht den Bauch“ – Wolodymyr Selenskyj.Das Veto Ungarns bleibt somit ein zentraler und konfliktträchtiger Punkt in den bilateralen Beziehungen und stößt in der Ukraine auf Unverständnis und Besorgnis.
Die Blockadehaltung Budapests unterstreicht die komplexen politischen Verwerfungen zwischen den Nachbarstaaten, die die regionale Stabilität belasten. Ungarns Alleingang hat auch Konsequenzen für die europäische Politik, da die Unterstützung der Ukraine ein wichtiger Pfeiler für Sicherheit und Integration auf dem Kontinent ist. Kiew setzt weiter auf die Solidarität der anderen EU-Mitgliedsstaaten in diesem Prozess.
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