Ungarn weist angebliches Attentat auf Orban als Fälschung zurück: Außenminister Szijjártó richtet Vorwürfe gegen Kiew.
Budapest dementiert Berichte über inszenierten Anschlag auf Regierungschef
Nach Angaben von UATV: Die ungarische Regierung hat Meldungen über einen angeblich von russischen Geheimdiensten geplanten, vorgetäuschten Anschlag auf Ministerpräsident Viktor Orban scharf zurückgewiesen. Außenminister Péter Szijjártó bezeichnete die Behauptungen als „Propaganda“ und sprach von einem Versuch, die Lage im Land zu destabilisieren. Zuvor hatte die „Washington Post“ berichtet, der russische Auslandsgeheimdienst habe ein Szenario entwickelt, um einen solchen Anschlag vorzutäuschen und damit den Verlauf des Wahlkampfs zu beeinflussen.
Proteste in Budapest und innenpolitische Spannungen
Die Zurückweisung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Massenproteste in der Hauptstadt, die sich gegen die Politik der Orban-Regierung richten. Szijjártó erhob zudem schwere Vorwürfe gegen die Ukraine und die ungarische Opposition: Sie würden bewusst „Lärm“ um angebliche Anschlagspläne erzeugen. Der Minister betonte, die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage. Die ungarischen Behörden bestreiten entschieden, dass von russischen Diensten irgendeine Gefahr ausgehe. Dieser Vorgang verdeutlicht das angespannte Verhältnis zwischen Budapest, Moskau und Kiew sowie die innenpolitische Zerrissenheit des Landes.
Die zunehmenden Proteste in Ungarn deuten auf eine wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit der Regierungslinie hin, was den weiteren politischen Kurs und die anstehenden Wahlkämpfe beeinflussen dürfte. Die scharfe Rhetorik der Regierung über äußere Bedrohungen könnte als Versuch gewertet werden, von innenpolitischen Problemen abzulenken und das eigene Image zu festigen.
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