Energie-Ultimatum an Kiew: Ungarn und Slowakei drohen mit Stromabschaltung.
Energiekonflikt mit den Nachbarn
Nach Angaben von Novyny.live: Die Ukraine sieht sich mit massivem Druck von zwei EU-Nachbarstaaten konfrontiert. Ungarn und die Slowakei haben damit gedroht, die Stromlieferungen nach Kiew einzustellen, sollte der Transit russischen Öls durch die ukrainische Pipeline 'Druschba' nicht wieder aufgenommen werden. Die ukrainische Regierung wies diese Forderung scharf zurück, was die angespannten Beziehungen weiter verschärft.
Das ukrainische Außenministerium veröffentlichte eine entsprechende Stellungnahme am 21. Februar. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fizo setzte Kiew eine Frist bis Montag für die Wiederaufnahme des Öltransits. Der ungarische Regierungschef Viktor Orbán schloss seinerseits eine Unterbrechung der Stromlieferungen nicht aus und warnte:
„Wenn wir das stoppen, könnten schlechte Dinge passieren“
Gefahr für die ukrainische Stromversorgung
Diese Drohungen stehen im Zusammenhang mit der Blockadepolitik Ungarns gegenüber der Ukraine. Budapest hatte zuvor ein EU-Hilfspaket in Höhe von 90 Milliarden Euro für Kiew blockiert und stellt sich auch gegen einen EU-Beitritt des Landes. Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete Ungarn als eines der Haupthindernisse auf dem europäischen Weg der Ukraine.
Die Situation ist besonders brisant, da die ukrainische Energienetzstabilität bereits unter Druck steht. So waren im Januar 2026 bereits doppelt so viele Notreserven an Elektrizität zur Netzstabilisierung nötig wie im gesamten Vorjahr 2025. Vor diesem Hintergrund könnten weitere Schritte der Nachbarstaaten die Energieversorgung der Ukraine ernsthaft gefährden. Die Spannungen verdeutlichen, wie sehr die Energiepolitik mit geopolitischen Fragen verflochten ist.
Angesichts der anhaltenden Herausforderungen für die ukrainische Energiesicherheit unterstreichen die Drohungen der Nachbarstaaten die Dringlichkeit diplomatischer Lösungen. Die komplexen Beziehungen, insbesondere zu Ungarn, werden nicht nur die Energie-, sondern auch die europäische Zukunft der Ukraine mitbestimmen. Für Kiew bleibt die Suche nach stabilisierenden Allianzen und der Ausbau eigener Resilienz von entscheidender Bedeutung.
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