Drei-Tage-Ultimatum: Ungarn setzt Ukraine im Pipeline-Streit unter Druck.

Drei-Tage-Ultimatum: Ungarn setzt Ukraine im Pipeline-Streit unter Druck
Drei-Tage-Ultimatum: Ungarn setzt Ukraine im Pipeline-Streit unter Druck

Konflikt um russisches Öl verschärft sich

Nach Angaben von TSN.ua: Die Beziehungen zwischen der Ukraine und Ungarn sind wegen der Röhre der 'Druschba'-Pipeline erheblich angespannt. Eine ungarische Delegation unter Leitung von Energiestaatssekretär Gábor Czepek reiste zu Gesprächen nach Kiew, doch Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte keine offiziellen Treffen. Budapest stellte der Ukraine ein Ultimatum zur Wiederaufnahme des russischen Öltransits und fordert die Erfüllung seiner Bedingungen binnen drei Tagen. Czepek erklärte, die ukrainische Regierung habe eine Botschaft erhalten, in der die Inbetriebnahme der Pipeline und eine Inspektion der Station verlangt werden.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán drohte sogar mit Gewalt, um die 'Druschba'-Pipeline wieder in Gang zu setzen:

„Wir werden siegen, und wir werden mit Gewalt siegen.“
Zugleich betonte der ungarische Abgeordnete János Lázár, dass 'das Geld vorerst hier bleiben wird' – ein Hinweis auf die Erwartung der Pipeline-Öffnung. Das ungarische Parlament verabschiedete zudem eine Resolution gegen den EU-Beitritt der Ukraine, die von 142 Abgeordneten unterstützt wurde. Diese Resolution verdeutlicht die verschlechterten bilateralen Beziehungen und Ungarns Absicht, die europäische Integration der Ukraine zu blockieren.

Weitere Eskalationsschritte

Die Lage wird durch die Festnahme von neun Mitarbeitern der 'Oschtschadbank'-Geldtransporter in Budapest am 5. März weiter verkompliziert. Die ungarische Regierung erließ zudem die Verordnung Nr. 49/2026 über neue Regeln für die Verwaltung beschlagnahmter Vermögenswerte, was die finanziellen Beziehungen beeinträchtigen könnte. Dem steht die internationale Unterstützung für die Ukraine gegenüber, die bereits über 193 Milliarden Euro beträgt – ein Zeichen erheblicher globaler Solidarität im Konflikt.

Die Spannungen zwischen der Ukraine und Ungarn nehmen somit vor dem Hintergrund politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen weiter zu, insbesondere im Streit um die 'Druschba'-Pipeline und den EU-Beitritt. Dieser Konflikt könnte langfristige Folgen für die regionale Stabilität und Zusammenarbeit haben und die europäische Energiesicherheit beeinflussen, die noch von russischen Ressourcen abhängt. Die Ukraine muss nun aktiv um internationale Unterstützung ringen, um ihre Position in dieser komplexen Auseinandersetzung zu stärken. Die historisch schwierige Beziehung zwischen Budapest und Kiew bildet dabei einen zusätzlichen, belastenden Hintergrund.


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