Milliarden in Gold und Bargeld: Warum Ungarn Fahrzeuge der ukrainischen Staatsbank beschlagnahmte.
Ungarn stoppt Geldtransporter der ukrainischen Staatsbank
Nach Angaben von TSN.ua: Am 5. März beschlagnahmten ungarische Behörden zwei gepanzerte Fahrzeuge der ukrainischen Staatsbank 'Oschadbank'. An Bord befanden sich nach Angaben erhebliche Bargeldsummen in US-Dollar und Euro sowie eine große Menge Goldbarren. Der Vorfall sorgt für diplomatische Verstimmungen zwischen Kiew und Budapest. Ungarns Außenminister Péter Szijjártó äußerte massive Zweifel am Zweck des Transports und stellte öffentlich die Frage:
„Warum transportierten die Ukrainer in Ungarn 900 Millionen Dollar und 420 Millionen Euro in bar?“
Sieben ukrainische Staatsbürger konnten am 7. März in ihre Heimat zurückkehren. Die 'Oschadbank' fordert jedoch die Rückgabe der Fahrzeuge und der beschlagnahmten Werte, deren Gesamtwert auf über 40 Millionen Dollar beziffert wird. Die Hintergründe des Transports sind unklar und werden kontrovers diskutiert. Die Reaktionen auf ukrainischer Seite fielen scharf aus.
- Georgiy Tykhyi kommentierte die Vorgänge mit den Worten:
„Der Dieb schreit selbst ‚Haltet den Dieb!‘. Ein schlechtes Gewissen verrät sich oft von selbst.“
- Andriy Sybiha ging noch weiter und bezeichnete die Aktion als
„eine Geiselnahme und Teil des erpresserischen Wahlkampfs von Ungarn.“
Der Fall bleibt damit höchst brisant und belastet die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den Nachbarländern weiter. Solche Geldtransporte werfen in Zeiten des Krieges und strenger internationaler Kontrollen besondere Fragen auf.
Die Beschlagnahme unterstreicht die tiefe politische Kluft zwischen der Ukraine und der ungarischen Regierung unter Viktor Orbán. Während Budapest regelmäßig Kritik an Kiew übt, sehen ukrainische Stellen in solchen Aktionen oft politisch motivierte Schikanen. Die Frage nach der Legalität des Transports bleibt ebenso offen wie die nach dem eigentlichen Bestimmungsort der Millionen. Die diplomatischen Folgen könnten noch weitreichend sein.
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