Diplomatischer Eklat: Ukraine kündigt Sanktionen nach Festnahme von Geldboten in Ungarn an.
Ungarns Außenminister äußert sich zu Festnahme
Nach Angaben von Novyny.live: Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó hat die Festnahme von sieben ukrainischen Geldboten kommentiert und dabei eine mögliche Verbindung des transportierten Geldes zur 'ukrainischen Kriegsmafia' angedeutet. Als Reaktion bereitet die ukrainische Seite nun Sanktionen gegen die für die Festnahme verantwortlichen Personen vor.
Die Festnahme der sieben ukrainischen Staatsbürger erfolgte am 5. Februar in Budapest. Alle Festgenommenen sind Mitarbeiter der Oschadbank. Die Geldtransporter, in denen sie sich befanden, führten eine beträchtliche Summe mit sich: 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro und 9 Kilogramm Gold. Das Geld wurde auf dem Gelände des ungarischen Antiterrorzentrums (TEK) entdeckt. Die Hintergründe des Transports sind noch unklar und werden von beiden Seiten unterschiedlich dargestellt.
Andrij Sybiha, Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete die Festnahme als Teil einer Erpressung und des ungarischen Wahlkampfs. Er betonte zudem, dass
„alle, die für die Gefangennahme und Geiselnahme unserer Bürger verantwortlich sind, zur Rechenschaft gezogen werden.“
Eskalation zwischen den Nachbarn
Der Vorfall hat zu erheblichen diplomatischen Verstimmungen zwischen der Ukraine und Ungarn geführt. Kiew kündigte an, die als ungewöhnlich und rechtswidrig bewerteten Maßnahmen nicht unbeantwortet zu lassen.
Die Festnahme der Geldboten könnte weitreichende Folgen für die bilateralen Beziehungen zwischen Kiew und Budapest haben. Der bereits erfolgte Austausch gegenseitiger Vorwürfe deutet auf eine weitere Verschärfung der Spannungen in der Region hin. Aus ukrainischer Sicht handelt es sich um einen politisch motivierten Akt, der auch mit der innenpolitischen Lage in Ungarn in Verbindung gebracht wird.
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