Sieben Mitarbeiter der ukrainischen Staatsbank in Ungarn festgenommen.
Festnahme in Budapest
Nach Angaben von TSN.ua: Die ungarischen Behörden haben in Budapest sieben ukrainische Staatsbürger festgenommen. Bei den Personen handelt es sich um Mitarbeiter der staatlichen ukrainischen 'Oschadbank'. Sie wurden aufgegriffen, als sie in zwei Geldtransportern erhebliche Geldsummen und Bankmetalle zwischen Österreich und der Ukraine transportierten. Die Hintergründe der Fahrt sind noch unklar und werden von beiden Seiten unterschiedlich dargestellt.
Die ukrainische Regierung hat bereits eine offizielle Protestnote überreicht und die sofortige Freilassung der Festgenommenen gefordert. Zudem wird eine Eskalation auf EU-Ebene geprüft. Der ukrainische Abgeordnete Andrij Sybiha kommentierte die Vorgänge scharf:
„Wenn das die 'Stärke' ist, von der Herr Orbán heute sprach, dann ist es die Stärke einer Verbrecherbande. Das ist Staatsterrorismus und Erpressung.“ - Andrij Sybiha
Neuer Zündstoff für ein angespanntes Verhältnis
Der Vorfall sorgt in der Ukraine für große Besorgnis, da die Festgenommenen Angestellte eines systemrelevanten Finanzinstituts sind. Die ungarische Seite wird aufgefordert, die Gründe für die Maßnahme umgehend transparent zu machen. Die ohnehin belasteten Beziehungen zwischen Kiew und Budapest erhalten durch diesen Zwischenfall neuen Zündstoff.
Der Fall wirft grundsätzliche Fragen zur Rechtsstaatlichkeit in Ungarn auf und gefährdet die internationale Zusammenarbeit im Finanzsektor. Die Festnahme von Bankmitarbeitern während einer offiziellen Transporterise wird von ukrainischer Seite als Provokation gewertet. Es ist zu erwarten, dass die Ukraine alle diplomatischen Kanäle nutzen wird, um ihre Bürger zu schützen und eine Klärung auf internationaler Ebene zu erzwingen.
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