Das ungarische Parlament kürzt die Gehälter der Abgeordneten und setzt Amtszeitbeschränkungen für den Premierminister ein.
Gesetz zur Senkung der parlamentarischen Vergütung
Nach Angaben von Espreso.tv: Die Nationalversammlung Ungarns hat ein Gesetz verabschiedet, das die Gehälter ihrer Mitglieder senkt und einschränkt, wie lange ein Premierminister im Amt sein kann. Der Gesetzesentwurf erhielt die einstimmige Unterstützung von 189 Abgeordneten, ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen. Die Regierung hatte den Vorschlag am 28. Mai eingebracht.
Nach den neuen Regeln wird das Gehalt eines ungarischen Abgeordneten - das zuvor dreimal so hoch war wie der nationale Durchschnitt - nun auf 1,8 Mal des Durchschnittsgehalts festgesetzt. Vor der Änderung verdiente jeder Abgeordnete 2.182.488 Forint (ungefähr 5.300 US-Dollar). Nachdem das Gesetz in Kraft tritt, wird dieser Betrag auf 1.309.439 Forint (ca. 3.200 US-Dollar) sinken. Beide Beträge unterliegen der Besteuerung.
Achtjährige Amtszeitbeschränkung für den Premierminister
Darüber hinaus hat die Tisza-Partei einen Verfassungsänderungsantrag eingebracht, der die Amtszeit eines Premierministers auf acht Jahre beschränken würde. Dieser Schritt soll zu größerer Stabilität in der politischen Landschaft des Landes führen und eine effektivere Regierungsführung fördern.
Diese Entwicklungen - die Senkung der Abgeordnetengehälter und die Begrenzung der Amtszeit des Premiers - deuten auf einen Versuch der ungarischen Regierung hin, den öffentlichen Forderungen nach größerer Transparenz und Verantwortung unter den Politikern nachzukommen. Die Änderungen könnten die politische Dynamik des Landes umgestalten, insbesondere angesichts bevorstehender Wahlen und potenzieller Regierungsreformen. Beobachter werden die nächsten Schritte der Regierung genau im Auge behalten und darauf achten, wie die Öffentlichkeit auf diese Maßnahmen reagiert.
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