Wiederaufbau der Wärmekraftwerke: Ukrainische Experten inspizieren acht Anlagen in EU-Staaten.
Schmyhal zu den Plänen für die Reparatur zerstörter Heizkraftwerke
Nach Angaben von Novyny.live: Die Ukraine bereitet sich auf die Instandsetzung ihrer beschädigten Wärmekraftwerke und der Energieinfrastruktur vor. Dazu werden derzeit Anlagen in der Europäischen Union begutachtet. Wie Ministerpräsident Denys Schmyhal mitteilte, haben ukrainische Fachleute bereits acht Kraftwerke in Lettland, Litauen, der Slowakei, Österreich und Kroatien besichtigt. Diese Inspektionen dienen dazu, die benötigten Komponenten für die Reparaturen zu identifizieren.
Bislang konnten im Land 3,5 Gigawatt an Erzeugungskapazität wiederhergestellt werden – von insgesamt über 9 Gigawatt, die teilweise verloren gegangen waren. Der Regierungschef kündigte an, dass in naher Zukunft weitere rund 4 Gigawatt ans Netz gehen sollen. Mehr als 2 Gigawatt davon könnten bereits bis Ende Mai wieder zur Verfügung stehen.
„Wir arbeiten am Wiederaufbau der Heizkraftwerke. Ukrainische Ingenieursteams haben stillgelegte Anlagen in der EU inspiziert, um die für die Reparatur notwendige Ausrüstung zu sichern“, so Denys Schmyhal.
Er ergänzte, dass die Teams acht Standorte untersucht und unter anderem Komponenten des Kraftwerks in Riga identifiziert hätten, an denen ukrainische Energieunternehmen Interesse haben. „Ein entsprechendes Schreiben zur Übergabe dieser Anlagenteile an die Ukraine wurde versendet. Mit den Niederlanden haben wir Lieferungen für ‚Ukrnafta‘, ‚Ukrgaswydobuwannja‘ und ‚Ukrtransgas‘ vereinbart“, sagte Schmyhal.
Der Premier betonte: „Wir beginnen den Wiederaufbau jetzt und verstärken den Schutz der Energieanlagen, um für den nächsten Winter bestmöglich gerüstet zu sein.“ Zugleich stellte er klar, dass das Heizkraftwerk Darnyzja in Kiew in privater Hand bleibt; eine Verstaatlichung sei nicht geplant.
Die Ukraine setzt damit ihre aktiven Maßnahmen zur Wiederherstellung des Energiesektors fort – insbesondere durch die Nutzung ausländischer Technik und den Ausbau eigener Kapazitäten. Dies unterstreicht den Fokus der Regierung auf den Wiederaufbau der kriegszerstörten Infrastruktur und die Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit, was für die Stabilität des Stromnetzes von entscheidender Bedeutung ist. Die fortgesetzte Zusammenarbeit mit europäischen Partnern bei technischer Hilfe und der Beschaffung wichtiger Ausrüstung ist ein zentraler Baustein dieser Strategie.
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