Steuerfalle vermeiden: Diese Überweisungen auf die Karte bleiben in der Ukraine steuerfrei.
Wann sind Geldeingänge auf dem Konto steuerpflichtig?
Nach Angaben von Novyny.live: Nicht jede Überweisung auf eine Bankkarte löst in der Ukraine automatisch Steuern aus. Entscheidend ist für die Steuerbehörde nicht allein die Höhe des Betrags, sondern vor allem der Zweck der Zahlung. Werden Gelder jedoch regelmäßig oder in großen Summen empfangen, kann dies die Aufmerksamkeit der Finanzkontrolle erregen. Grundsätzlich bleibt der Staat bei folgenden Zahlungen außen vor:
- staatliche und soziale Hilfen;
- Entschädigungen;
- Kosten für soziale Dienstleistungen;
- Geldentschädigungen für Menschen mit Behinderung;
- Unterstützung für Kinder mit Behinderung;
- Mutterschafts- und Geburtshilfe;
- Versicherungsleistungen.
Problematisch wird es, wenn Überweisungen den Anschein einer regelmäßigen Einkunftsquelle erwecken, aber in keiner Steuererklärung auftauchen. Laut ukrainischer Abgabenordnung gelten Einkünfte natürlicher Personen als steuerpflichtig – egal, ob sie aus dem Inland oder aus ausländischen Quellen stammen. Für Nichtansässige entsteht die Steuerpflicht nur dann, wenn die Einkunftsquelle im Hoheitsgebiet der Ukraine liegt.
Geschenke und finanzielle Zuwendungen
Darüber hinaus können Schenkungen und finanzielle Unterstützungen von nahen Verwandten entweder komplett steuerfrei bleiben oder unter eine begünstigte Besteuerung fallen. Anders sieht es bei Zahlungen von fremden Dritten aus: Hier werden 18 Prozent Einkommensteuer sowie 5 Prozent Militärsteuer fällig. Diese Feinheiten sollte jeder kennen, um später keine unangenehmen Überraschungen mit den Kontrollbehörden zu erleben.
Wer die Regeln kennt, kann unerwartete Steuerforderungen vermeiden. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, in denen viele Menschen auf Unterstützung von Angehörigen angewiesen sind, gewinnt dieses Wissen an Bedeutung. Wer die steuerlichen Pflichten bei Kartenzahlungen richtig einschätzt, schützt sich vor negativen Folgen bei Prüfungen durch das Finanzamt.
Lesen Sie auch
- Milliarden für Russland: Ungarn und Slowakei zahlten 687 Millionen Euro für Öl aus der „Druschba“-Pipeline
- Preise für Kupfer und Messing steigen: Wie viel Ukrainer aus Schrottmetall verdienen können
- Russlands Energie- und Agrarsektor in der Krise: Ölförderung sinkt, Benzin wird rationiert
- Europas höchste Brücke entsteht in Rumänien – nur 45 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt
- 40 Millionen Dollar und 35 Millionen Euro zurück: Oschadbank erhält eingezogene Gelder nach Festnahme in Ungarn
- Erste Anzeichen einer Krise: Russland fehlt Kerosin für Flugzeuge nach Angriffen auf Raffinerien

