Kein Zugang zu Inhaftierten: Ukraine fordert von Indien konsularische Hilfe für eigene Staatsbürger.
Festnahme von Ukrainern in Indien
Nach Angaben von TSN.ua: Sechs ukrainische Staatsbürger sitzen in Indien in Haft und haben bislang keine konsularische Unterstützung erhalten. Die ukrainische Botschaft in Indien verlangt, dass Konsuln die Festgenommenen besuchen dürfen. Bereits am 18. März wurde eine entsprechende Note an das indische Außenministerium übermittelt.
Am 16. März fand eine Gerichtsverhandlung statt. Das Gericht entschied, die Untersuchungshaft der sechs Personen bis zum 27. März zu verlängern. Die Festgenommenen sollen am 13. März die Grenze zu Myanmar überquert haben. Ihnen wird vorgeworfen, möglicherweise Kämpfer ausgebildet zu haben.
Das ukrainische Außenministerium erklärte: 'Entgegen der gängigen internationalen Praxis hat die Botschaft der Ukraine in Indien keine offizielle Mitteilung von den zuständigen indischen Behörden über die Festnahme ukrainischer Staatsbürger erhalten.'
Die Pressestelle des ukrainischen Außenministeriums betonte dazu: 'Am 18. März hat die ukrainische Botschaft in Indien erneut eine offizielle Note an das indische Außenministerium gerichtet und einen sofortigen und ungehinderten Zugang der Konsuln zu den Bürgern gefordert.'
Angespannte Lage und diplomatische Folgen
Die Situation bleibt angespannt. Die ukrainischen Diplomaten werden alle weiteren Schritte darauf ausrichten, die Rechte der inhaftierten Landsleute zu sichern.
Dieser Fall zeigt, wie wichtig funktionierende konsularische Betreuung für Staatsbürger im Ausland ist – besonders in Krisensituationen. Dass Indien die ukrainische Botschaft nicht offiziell informiert hat, erschwert die Lösung des Falls erheblich. Der weitere Verlauf könnte die diplomatischen Beziehungen zwischen Kiew und Neu Delhi nachhaltig belasten.
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