Eine Ukrainerin erzählt von der dunklen Seite Irlands: Wetter, Medizin und Mietpreise.

Eine Ukrainerin erzählt von der dunklen Seite Irlands: Wetter, Medizin und Mietpreise
Eine Ukrainerin erzählt von der dunklen Seite Irlands: Wetter, Medizin und Mietpreise

Nach Angaben von ТСН: Tamara, eine Ukrainerin, die seit fast einem Jahr in Irland lebt, hat ihre Erfahrungen mit den Schwierigkeiten geteilt, mit denen sie täglich konfrontiert ist. Ihrer Meinung nach beeindruckt das Land mit seiner Naturschönheit, hat aber auch viele ernsthafte Mängel, die man vor einem Umzug berücksichtigen sollte.

Unbeständiges und kaltes Wetter

Das erste, was ins Auge fällt, ist das wechselhafte und kühle Wetter. Tamara stellte fest, dass man hier den Sommer praktisch nicht spürt: Die warmen Tage sind rar, es regnet fast jeden Tag, und die Wassertemperatur des Ozeans bleibt selbst in der Saison nur auf etwa +14 °C.

Das Gesundheitssystem hinterlässt einen unangenehmen Eindruck

Die Gesundheitsversorgung in Irland bereitet ebenfalls gewisse Bedenken. Laut der Ukrainerin muss man monatelang auf Untersuchungen warten – beispielsweise kann man erst nach drei Monaten zu einem Ultraschall. Der Rettungsdienst kommt selten, sodass die Menschen in dringenden Situationen oft selbst ins Krankenhaus gelangen müssen.

Hohe Mietpreise und schwacher Service

Die Wohnungssuche stellte sich als ebenso schwierige Aufgabe heraus: Es gibt praktisch keine freien Wohnungen, und die Mietpreise sind exorbitant hoch. Tamara bemerkte auch, dass der Dienstleistungssektor in Irland schwach entwickelt ist: Es gibt wenige Qualitätsbetriebe, und der Service lässt oft zu wünschen übrig.

Die lokale Mode erinnert an vergangene Zeiten

Tamara war über den Stil der Einheimischen überrascht. Ihrer Meinung nach wirken die Modetrends hier veraltet: Helles Make-up, Selbstbräuner und künstliche Nägel erinnern sie an die Atmosphäre der frühen 2010er Jahre.

Langsame Banken und Postdienste

Ein weiteres Problem sind die langsame Arbeitsweise von Banken und Post. Die Abläufe sind schleppend und erfordern umfangreiche Dokumentation, was die Anpassung für neue Bewohner erschweren kann.

„Früher berichtete die Ukrainerin Anastasia, die nach Portugal zog, von den Schwierigkeiten des Lebens in diesem Land. Insbesondere wies sie auf Probleme mit dem Einwanderungsdienst hin, der 'völlig gelähmt' sei, sowie auf die sehr hohen Mietpreise. Die Frau beklagte sich auch über hohe Steuern und die mentale Langsamkeit der Portugiesen.“

Die Erfahrungen von Tamara unterstreichen die Realitäten des Lebens von Ukrainern im Ausland, insbesondere in Ländern, die auf den ersten Blick attraktiv erscheinen können. Trotz der beeindruckenden Landschaften und kulturellen Besonderheiten müssen sich neue Bewohner mit Schwierigkeiten auseinandersetzen, die ihr tägliches Leben beeinträchtigen können.

All dies zeigt, dass Emigration nicht nur die Bereitschaft erfordert, sich an eine neue Umgebung anzupassen, sondern auch Durchhaltevermögen beim Umgang mit den täglichen Problemen, die im neuen Land auftauchen können.


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