Nach vier Jahren in Gefangenschaft: Ukrainischer Soldat kehrt zurück, nachdem seine Beerdigung stattfand – DNA-Fehler führte zu Irrtum.
Die Geschichte von Nazar Daletskyi: Ein Irrtum mit schwerwiegenden Folgen
Nach Angaben von TSN.ua: Ein ukrainischer Soldat, der 2023 aufgrund eines fehlerhaften DNA-Tests für tot erklärt und bereits beerdigt worden war, ist überraschend aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt. Nazar Daletskyi, Angehöriger der 24. selbstständigen mechanisierten Brigade, wurde Anfang 2026 im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freigelassen – Jahre nachdem man ihn bereits zu Grabe getragen hatte.
Bereits 2022 war Daletskyi in russische Kriegsgefangenschaft geraten. Lange Zeit blieb sein Schicksal ungewiss. Erst im Juli 2025 gab ein freigelassener Mitgefangener entscheidende Hinweise: Er hatte Daletskyi lebend gesehen. Dieses Zeugnis war der erste konkrete Hinweis auf eine mögliche Rückkehr.
Exhumierung und die Komplexität des Falles
Im Februar 2026 wurden die sterblichen Überreste, die man fälschlicherweise Daletskyi zugeordnet hatte, im Dorf Velykyi Doroshiv in der Region Lwiw exhumiert. Dieser Schritt verdeutlicht die enormen Herausforderungen, denen Angehörige von vermissten Soldaten in Kriegszeiten gegenüberstehen.
Der Fall Nazar Daletskyi zeigt beispielhaft, mit welchen Schwierigkeiten Familien von vermissten Militärangehörigen konfrontiert sind. Fehlidentifikationen und Verzögerungen beim Austausch von Gefangenen machen deutlich, dass die Kommunikationswege zwischen den Konfliktparteien dringend verbessert werden müssen. Gleichzeitig unterstreicht das Beispiel die Bedeutung humanitärer Initiativen, die in Zukunft helfen könnten, vergleichbare Situationen zu vermeiden oder schneller zu klären.
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