Ukrainische Post zahlt Milliarden an Steuern – ohne Staatshilfe.

Ukrainische Post zahlt Milliarden an Steuern – ohne Staatshilfe
Ukrainische Post zahlt Milliarden an Steuern – ohne Staatshilfe

Die finanzielle Lage der Ukrposhta

Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Post, Ukrposhta, erhält keinerlei finanzielle Zuwendungen aus dem Staatshaushalt. Dennoch zählt das staatliche Unternehmen zu den größten Steuerzahlern des Landes. Generaldirektor Ihor Smilianskyi gab bekannt, dass der Betrieb allein mehr als drei Milliarden Hrywnja an den Fiskus abgeführt hat. Ohne staatliche Unterstützung erfüllt die Post weiterhin ihre Aufgaben.

Die Nationalbank der Ukraine hatte einen Finanzbedarf von 826 Millionen Hrywnja prognostiziert, was die schwierige wirtschaftliche Lage des Unternehmens unterstreicht. Smilianskyi nannte weitere Belastungen: Die Abschreibungen beliefen sich im vergangenen Jahr auf über 490 Millionen Hrywnja, und Währungskursdifferenzen summierten sich auf mehr als 400 Millionen Hrywnja. Diese Zahlen verdeutlichen die komplexe finanzielle Situation, in der sich die Post befindet.

Stabilität und Verantwortung

Der Generaldirektor betonte, dass das Unternehmen trotz Verlusten in den letzten neun Jahren von keinem Korruptionsskandal betroffen war. „Wie viele staatliche Betriebe können von sich behaupten, neun Jahre lang skandalfrei geblieben zu sein?“, fragte er. Bemerkenswert ist zudem, dass Ihor Smilianskyi seit Februar 2022 auf seine Bonuszahlungen verzichtet – ein Zeichen verantwortungsvoller Führung in unsicheren Zeiten.

So bleibt die Ukrposhta ein bedeutender Steuerzahler für die Ukraine, obwohl sie keine finanziellen Hilfen vom Staat erhält.

Die Lage der Post spiegelt die allgemeinen Herausforderungen vieler Staatsunternehmen in der Ukraine wider, besonders in Zeiten von Krieg und wirtschaftlicher Instabilität. Trotz aller Schwierigkeiten zeigt das Unternehmen, dass es in der Lage ist, Einnahmen zu generieren und seine Verpflichtungen zu erfüllen – ein Beleg für seine systemrelevante Rolle. Die Situation wirft die Frage auf, inwieweit solche Betriebe staatliche Unterstützung benötigen, um langfristig stabil und entwicklungsfähig zu bleiben.


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