Valentinstag-Kampagne sorgt für Eklat: Ukrposhta beendet Kooperation mit Mode-Label.
Ukrposhta zieht Notbremse bei Rikky Hype
Nach Angaben von TSN.ua: Die ukrainische Post Ukrposhta hat ihre Zusammenarbeit mit der Modemarke Rikky Hype beendet. Auslöser war eine massive Welle der Kritik in den sozialen Netzwerken auf eine gemeinsame Valentinstag-Kampagne. Der Generaldirektor von Ukrposhta, Ihor Smilianskyj, äußerte sich zu dem entstandenen Skandal und sprach sein Bedauern gegenüber Kinderschutz-Experten aus.
Für die umstrittene Werbeaktion waren 600 Tausend Hrywnja veranschlagt worden. Smilianskyj räumte ein, dass der veröffentlichte Beitrag ein Fehler war, für den er die persönliche Verantwortung übernehme.
„Das ist unser Fehler. In erster Linie mein persönlicher“, erklärte er.Die Partnerschaft mit Rikky Hype ist damit vorerst beendet. Smilianskyj betonte jedoch, dass dies keine generelle Absage an Kooperationen mit Jugendmarken für die Zukunft bedeute.
Altersdiskriminierung als Vorwurf
Im Zentrum der Kritik stand die grundsätzliche Frage, ob ein Staatsunternehmen wie die Post, dessen Kundschaft überwiegend aus älteren Menschen besteht, mit trendigen Jugendmarken zusammenarbeiten sollte. In den Kommentaren wurde dies als unpassend bewertet.
„Das ist Altersdiskriminierung“, merkte Smilianskyj zu diesen Vorwürfen an.Als Privatperson dankte er allen, die sich für den Schutz von Kindern engagieren. Im Namen von Ukrposhta bat er für die entstandene Situation um Entschuldigung.
Der Vorfall zeigt, wie wichtig die gesellschaftliche Resonanz bei Marketingkampagnen staatlicher Unternehmen ist. Die Ukrposhta muss ihre breite und generationenübergreifende Kundschaft im Blick behalten und auf Kritik angemessen reagieren, um das öffentliche Vertrauen nicht zu verspielen. Die abrupte Beendigung der Kooperation mit Rikky Hype unterstreicht den Bedarf an sensibleren und besser durchdachten Marketingstrategien in Zukunft.
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