Treibstoffkrise: Ukraine kündigt Hilfspaket mit Zuschüssen und Rabattaktion an.
Hilfsmaßnahmen für Verbraucher in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: Angesichts steigender Mineralölpreise hat die ukrainische Regierung ein Unterstützungspaket auf den Weg gebracht. Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko gab die Initiative am 13. März bekannt. Das Paket gliedert sich in zwei Bereiche: eine gezielte Hilfe für sozial benachteiligte Gruppen und ein Programm namens 'Cashback'.
Zielgerichtete Unterstützung und das 'Cashback'-Programm
Insgesamt 13 Millionen Menschen sollen von der gezielten Hilfe profitieren. Dazu zählen:
- Rentner
- Empfänger von Invaliditätsleistungen
- Geringverdiener
- Binnenvertriebene (IDPs)
Die dafür vorgesehenen Gelder werden im April über die 'Ukrposchta' (ukrainische Post) und das Bankensystem ausgezahlt. Julia Swyrydenko erläuterte:
„Diese Unterstützung besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist die gezielte Hilfe für sozial vulnerable Gruppen.“
Ergänzend dazu sieht das 'Cashback'-Programm eine Rückerstattung von:
- 15% auf Diesel
- 10% auf Benzin
- 5% auf Autogas
Diese Aktion läuft bis zum 1. Mai 2026. Swyrydenko betonte:
„Dieses Programm soll die Menschen während der Treibstoffkrise entlasten und bietet 15% Cashback auf Diesel, 10% auf Benzin; das Wirtschaftsministerium schlägt 5% Cashback auf Autogas vor.“
Bemerkenswert ist, dass am 11. März die größte ukrainische Ölraffinerie ihren Betrieb einstellte. Laut Pawlo Kyrylenko, dem Vorsitzenden der Antimonopolbehörde der Ukraine, könnte dies die Versorgungslage beeinflussen. Gleichzeitig bereitet der steigende Verbrauch Sorgen: Der Absatz von Benzin A-95 in der Ukraine ist um 40–70% gestiegen, der von Diesel um 60–140%. Ein Parlamentsausschuss prognostiziert für dieses Frühjahr eine Knappheit an Treib- und Schmierstoffen, was die Situation für die Verbraucher zusätzlich erschweren könnte.
Das von der ukrainischen Regierung eingeführte Hilfspaket zielt darauf ab, den bedürftigsten Bevölkerungsgruppen angesichts der explodierenden Mineralölpreise notwendige Unterstützung zu bieten. Angesichts des Raffinerie-Stillstands und des wachsenden Treibstoffverbrauchs könnten diese Maßnahmen helfen, die negativen Auswirkungen für die Verbraucher abzufedern. Die Cashback-Regelung soll zudem Anreize zum sparsamen Umgang mit Kraftstoff schaffen, wenngleich die Frage nach einer stabilen Treibstoffversorgung in der Zukunft offen bleibt.
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