Neue Regeln für strategische Firmen: Ukraine verschärft Anforderungen an Gehälter und Reservisten-Freistellungen.

Neue Regeln für strategische Firmen: Ukraine verschärft Anforderungen an Gehälter und Reservisten-Freistellungen
Neue Regeln für strategische Firmen: Ukraine verschärft Anforderungen an Gehälter und Reservisten-Freistellungen

Kabinett beschließt überarbeitetes Verfahren für kritische Unternehmen

Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Regierung hat einen neuen Rahmen und Zeitplan für die Überprüfung von Betrieben verabschiedet, die als kriegswichtig eingestuft sind und daher Personal vom Militärdienst zurückstellen dürfen. Diese Neubewertung aller bestehenden Statuszuweisungen läuft bis zum 1. September 2026. Dabei werden strengere Auflagen für die Lohnhöhe sowie eine genauere Kontrolle der Anzahl freigestellter Mitarbeiter eingeführt.

Fristen und verschärfte Bedingungen

Die am 30. Mai 2026 verabschiedete Verordnung des Ministerkabinetts verpflichtet alle Unternehmen mit kritischem Status, ihre Kriterien bis zum 10. Juni anzupassen. Die Überprüfung, ob die Firmen die neuen Vorgaben erfüllen, muss bis zum 1. Juli abgeschlossen sein. Betroffen sind vor allem Betriebe, die Fachkräfte für die Rüstungsindustrie oder die Versorgung der Bevölkerung sichern.

  • Der Mindestlohn für die meisten dieser Betriebe wird auf 25.941 Hrywnja festgelegt.
  • Für Unternehmen, die in Kampfgebieten liegen, gilt ein niedrigerer Mindestsatz von 21.618 Hrywnja.

Zusätzlich wird eine Obergrenze für die Zahl der reservierten Arbeitskräfte eingeführt. Überschreitet ein Betrieb dieses Limit, muss er innerhalb von zehn Werktagen einen Antrag auf Aufhebung der überzähligen Freistellungen stellen. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Zurückstellung vom Wehrdienst gezielter eingesetzt wird und die neuen Auflagen eingehalten werden.

Die verschärften Regeln für die Einstufung als kritisches Unternehmen zeigen, dass die ukrainische Führung die Arbeitskräfte während des Krieges effizienter lenken will.

Die Anhebung der Mindestlöhne und die Begrenzung der Freistellungen könnten dazu beitragen, Spezialisten in den Schlüsselbereichen der Wirtschaft besser zu nutzen. Gleichzeitig sollen die Maßnahmen die wirtschaftliche Stabilität jener Firmen stärken, die auf die Reservierung angewiesen sind, und die Arbeitsbedingungen in Kriegszeiten verbessern.


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