Mediziner in der Ukraine: Wohnungsprogramm wird ausgeweitet – das sind die neuen Regeln.

Mediziner in der Ukraine: Wohnungsprogramm wird ausgeweitet – das sind die neuen Regeln
Mediziner in der Ukraine: Wohnungsprogramm wird ausgeweitet – das sind die neuen Regeln

Erleichterter Zugang zu Wohnraum für Ärzte und Pflegekräfte

Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Regierung hat die Bedingungen für die Wohnraumförderung von medizinischem Personal deutlich gelockert. Mit einem Beschluss des Ministerkabinetts vom 16. Juli 2025 (Nr. 900) wurden die Voraussetzungen vereinfacht und das Programm auf weitere Regionen ausgedehnt. Neu dabei sind nun Städte in der Oblast Mykolajiw, darunter auch die Stadt Mykolajiw selbst.

Eine der wichtigsten Neuerungen: Die erforderliche Mindestbeschäftigungsdauer in einer medizinischen Einrichtung wurde von 120 Tagen auf ein ganzes Jahr angehoben. Das klingt zunächst nach einer Verschärfung, ist aber tatsächlich eine Öffnung – denn zuvor galten strengere Grenzen, die viele Bewerber ausschlossen. Gleichzeitig wurde die Frist, wie lange eine offene Stelle auf dem zentralen Stellenportal ausgeschrieben sein muss, von 90 auf 60 Tage verkürzt. Dadurch sollen Kliniken und Praxen schneller neues Personal finden.

Wohnflächen und Zielgruppe im Überblick

Für die geförderten Wohnungen und Häuser gelten klare Obergrenzen: Eine Wohnung darf maximal 115,5 Quadratmeter groß sein, ein Haus höchstens 125,5 Quadratmeter. Teilnehmen können ukrainische Staatsbürger bis zu einem Alter von 50 Jahren, die offiziell in den Berufsgruppen ‚Fachkräfte‘ oder ‚Professionals‘ beschäftigt sind.

Die angepassten Regeln zielen darauf ab, nicht nur die Lebensbedingungen von Medizinern zu verbessern, sondern auch gezielt Fachkräfte in Regionen mit Personalmangel zu locken. Das erleichterte Verfahren könnte helfen, offene Stellen in strukturschwachen Gebieten schneller zu besetzen.

Die Reform der Wohnraumförderung für medizinisches Personal könnte die Gesundheitsversorgung in unterversorgten Regionen spürbar stärken. Durch die längere Mindestbeschäftigungsdauer und die kürzeren Ausschreibungsfristen erhalten mehr Ärzte und Pflegekräfte die Chance auf eine eigene Wohnung – was letztlich die Qualität und Erreichbarkeit medizinischer Leistungen für die Bevölkerung verbessert.

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