9,2 Milliarden für Bunkerschutz: 245 Energieanlagen in der Ukraine werden befestigt.

9,2 Milliarden für Bunkerschutz: 245 Energieanlagen in der Ukraine werden befestigt
9,2 Milliarden für Bunkerschutz: 245 Energieanlagen in der Ukraine werden befestigt

Schutz ukrainischer Energieinfrastruktur

Nach Angaben von Novyny.live: In Vorbereitung auf den Winter hat die ukrainische Regierung ein massives Schutzprogramm für kritische Energieanlagen aufgelegt. Konkret sollen 245 Objekte in Regionen abseits der Frontlinie mit Schutzbauten versehen werden. Das Kabinett hat dafür insgesamt 9,2 Milliarden Griwna bewilligt. Ein Großteil dieser Summe, nämlich 5,2 Milliarden Griwna, fließt an die staatliche Wiederaufbauagentur, um besonders große Kraftwerke und Umspannwerke zu sichern – ein entscheidender Schritt, um die Stabilität des gesamten Stromnetzes zu gewährleisten.

Für den Bau von Schutzwällen und Bunkern auf regionaler Ebene sind weitere 3,5 Milliarden Griwna vorgesehen. Hinzu kommen 528 Millionen Griwna für die Eisenbahngesellschaft 'Ukrsalisnyzja', um auch deren Anlagen besser zu schützen. Allerdings decken die bereitgestellten Mittel lediglich 30 Prozent des tatsächlichen Finanzierungsbedarfs für alle schutzbedürftigen Objekte.

Finanzierung und Schwerpunkte

Für die besonders gefährdeten Frontgebiete sowie die Region Kiew wurden zusätzlich 12,85 Milliarden Griwna bereitgestellt, um 209 weitere kritische Infrastruktureinrichtungen winterfest zu machen. Langfristig ist der Bedarf jedoch enorm: Für den vollständigen Wiederaufbau des Energiesektors sind in den nächsten zehn Jahren fast 91 Milliarden US-Dollar nötig.

'Wir müssen uns jetzt auf den Winter vorbereiten. Das tun wir im Rahmen der regionalen Resilienzpläne. Unsere Prioritäten sind der Schutz von Energieanlagen, der Ausbau dezentraler Erzeugung, die Sicherstellung zusätzlicher Stromquellen für Wärme- und Wasserversorgung sowie die Dezentralisierung der Wärmeversorgung', erklärte Wirtschaftsministerin Julia Swyrydenko.

Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Energieversorgung des Landes trotz der anhaltenden Herausforderungen zu sichern. Angesichts des Krieges und der ständigen Bedrohung durch Angriffe auf die Infrastruktur sollen die Schutzbauten das Risiko von Ausfällen mindern und die Zuverlässigkeit der Strom- und Wärmeversorgung erhöhen. Obwohl die Finanzierung nicht ausreicht, zeigt sie den klaren Willen der Regierung, die kritische Infrastruktur zu stärken und die Energieversorgung für den Winter zu stabilisieren.


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