Förderprogramm für Energieautarkie: Bis zu 300.000 Hrywnja für Hausgemeinschaften.

Förderprogramm für Energieautarkie: Bis zu 300.000 Hrywnja für Hausgemeinschaften
Förderprogramm für Energieautarkie: Bis zu 300.000 Hrywnja für Hausgemeinschaften

Neues Regierungsprogramm "SvitloDim" gestartet

Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Regierung hat ein neues Förderprogramm aufgelegt. Unter dem Namen "SvitloDim" (LichtHaus) können Wohnungseigentümergemeinschaften finanzielle Unterstützung von bis zu 300.000 Hrywnja beantragen. Energieminister Denys Schmyhal stellte das Vorhaben am 1. Februar in einer Sitzung des Krisenstabs vor. Diese Initiative ist Teil umfassender Maßnahmen zur Stabilisierung der nationalen Energieversorgung. Dazu zählt auch die Fertigstellung der Reparatur einer Hochspannungsleitung zwischen der Ukraine und Moldau.

Im Rahmen der am 1. Februar beschlossenen Schritte wurde die Instandsetzung dieser Hochspannungsleitung abgeschlossen, was das Netz um 500 MW entlastet. In der Region Kiew ist bereits ein Blockheizkraftwerk mit 1,5 MW Leistung in Betrieb gegangen, ein weiteres mit 1 MW soll folgen. Allein im Januar kamen in dieser Region etwa 4,5 MW neue Kapazitäten hinzu. Zudem wurde das staatliche Kreditprogramm "5-7-9%" für die Anschaffung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ausgeweitet. Die Obergrenze für Investitionskredite stieg dabei von 150 auf 250 Millionen Hrywnja.

„Wir erhöhen das Tempo bei der Installation von Blockheizkraftwerken“, betonte Denys Schmyhal.

Für die erste Phase des Programms "SvitloDim" sind Haushaltsmittel in Höhe von 800 Millionen Hrywnja reserviert. Gefördert wird die Anschaffung verschiedener Technologien zur Eigenstromerzeugung, darunter Generatoren, Batteriespeicher, Wechselrichter und Solarpaneele. Die Dringlichkeit der Maßnahmen unterstreicht die aktuelle Lage: Stand 1. Februar waren in der Hauptstadt Kiew noch 693 Wohngebäude ohne Heizung. Die Energieinfrastruktur des Landes steht weiterhin unter enormem Druck.

Stabilisierung des Netzes hat höchste Priorität

Ein landesweiter Störfall im Energiesystem am 31. Januar hat die Verwundbarkeit der Infrastruktur und den akuten Handlungsbedarf erneut deutlich gemacht.

Die Einführung von "SvitloDim" zeigt die Bemühungen der Regierung, die Energieinfrastruktur zu verbessern und die Unabhängigkeit der Versorgung zu stärken. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Krise, ausgelöst durch Schäden und Kapazitätsengpässe, gewinnen solche Initiativen besondere Bedeutung. Die Unterstützung privater Investitionen in dezentrale Energieerzeugung und die zügige Behebung von Störfällen werden in den kommenden Monaten entscheidend für die Stabilität des ukrainischen Stromnetzes sein.


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