Bis 2029: Ukrainische Regierung verabschiedet Haushaltsplan mit Dollarkurs, Inflationsprognosen und Lohnentwicklung.
Wirtschaftliche Grundlagen des Haushaltsentwurfs
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 17. Juni hat das Kabinett die Haushaltserklärung für die Jahre 2027 bis 2029 verabschiedet. Der Abgeordnete Jaroslaw Schelesnjak veröffentlichte die zugrunde liegenden finanziellen und wirtschaftlichen Berechnungen. Diese legen die zentralen Kennzahlen der künftigen Haushaltspolitik fest. Dem Dokument zufolge wird das Wirtschaftswachstum (BIP) im Jahr 2027 von 5,0 % auf 4,5 % sinken. Für 2028 wird ein Rückgang von 5,7 % auf 5,3 % erwartet.
Das Haushaltsdefizit soll 2027 bei 17,7 % liegen und bis 2029 auf 5,5 % fallen. Die Inflationsrate wird für 2027 auf 7,1 % bis 9,3 % geschätzt, für 2028 auf 5,6 % bis 7,5 %. Der Wechselkurs des US-Dollars soll 2027 bei 47,1 Hrywnja liegen, 2028 bei 49,1 Hrywnja und 2029 bei 50,7 Hrywnja.
Zukunftsaussichten
Die Planungen sehen auch eine steigende Beschäftigung vor:
- Im Jahr 2026 sollen 12,8 Millionen Menschen erwerbstätig sein, bis 2029 steigt diese Zahl auf 13,4 Millionen.
- Der Mindestlohn beträgt 2026 rund 8.647 Hrywnja und erreicht 2029 etwa 11.114 Hrywnja.
- Das Existenzminimum ist für 2027 mit 3.559 Hrywnja angesetzt, für 2028 mit 3.876 Hrywnja und für 2029 mit 4.151 Hrywnja.
Die staatlichen Ausgaben für Sicherheit und Verteidigung belaufen sich 2027 auf 2,76 Billionen Hrywnja, 2028 auf 2,28 Billionen Hrywnja und 2029 auf 1,69 Billionen Hrywnja. Für Bildung sind 2027 Mittel in Höhe von 298 Milliarden Hrywnja eingeplant, für das Gesundheitswesen 250,4 Milliarden Hrywnja, für die Wissenschaft 20,3 Milliarden Hrywnja sowie für Kultur und Medien 10,1 Milliarden Hrywnja.
Die Haushaltserklärung für den Zeitraum 2027–2029 skizziert somit die wichtigsten Schwerpunkte und Herausforderungen für die kommenden Jahre, insbesondere in den Bereichen Wirtschaft, Sozialpolitik und Sicherheit.
Der Haushaltsplan für 2027–2029 spiegelt nicht nur finanzielle Prognosen wider, sondern auch strategische Weichenstellungen der Regierung für die weitere Entwicklung des Landes.
Angesichts wirtschaftlicher Schwierigkeiten wie des sinkenden BIP und des hohen Haushaltsdefizits rücken die Sozialausgaben in den Fokus, da sie den Lebensstandard der Bevölkerung maßgeblich beeinflussen. Die geplanten Erhöhungen des Mindestlohns und die steigende Beschäftigungsquote deuten auf das Ziel der Regierung hin, soziale Stabilität zu sichern. Gleichzeitig zeigt der hohe Ansatz für Verteidigung und Sicherheit, wie wichtig die nationale Sicherheit angesichts aktueller Bedrohungen eingeschätzt wird.
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