Neue Steuerregeln für Pakete aus dem Ausland: Abgaben auf jede Bestellung.
Steuerreform für internationale Sendungen
Nach Angaben von Novyny.live: Am 30. März 2023 hat die ukrainische Regierung ein Gesetzespaket zur Besteuerung von Auslandspaketen verabschiedet. Künftig unterliegen alle internationalen Lieferungen der Steuer, unabhängig vom Warenwert – mit einer Ausnahme: Nichtkommerzielle Sendungen bis 45 Euro bleiben abgabenfrei. Ziel der Neuregelung ist es, die Staatseinnahmen zu erhöhen, Manipulationen bei der Zollwertangabe zu bekämpfen und für fairen Wettbewerb auf dem Markt zu sorgen.
Automatische Steuerberechnung
Die Abgabe auf Importwaren soll künftig automatisch ermittelt werden. Die Reform könnte zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. Zum Stand 30. März 2026 entspricht die Grenze von 45 Euro etwa 2.271 Griwna – dieser Betrag markiert die Freigrenze für steuerfreie Privatsendungen.
Das beschlossene Maßnahmenpaket stellt einen wichtigen Schritt zur Neugestaltung des ukrainischen Zollsystems dar. Die Behörden versprechen sich davon nicht nur höhere Budgeteinnahmen, sondern auch eine Lösung bestehender Probleme im Zollbereich. Insbesondere sollen Schlupflöcher bei der Wertdeklaration geschlossen werden.
Die neuen Steuerregeln könnten das Einkaufsverhalten von Verbrauchern und Unternehmen in der Ukraine deutlich verändern, da sie für mehr Transparenz bei Zollabfertigungen sorgen. Dies dürfte die Zahl der Zollhinterziehungsfälle senken und heimischen Herstellern bessere Wettbewerbschancen bieten.
Für Unternehmen wird es entscheidend sein, sich an die neuen Bedingungen anzupassen. Die Reform könnte Anpassungen bei Lieferstrategien und Preisgestaltung für gewerblich importierte Waren erforderlich machen.
Lesen Sie auch
- Russischer Oligarch Melnitschenko wagt Blick in Russlands Zukunft nach dem Krieg
- Ukrainischer Geheimdienst enthüllt Ausmaß der Treibstoffkrise in Russland: Benzinpreise steigen um ein Drittel
- Ukrainische Drohnen revolutionieren den globalen Treibstoffmarkt – Russland verliert die Kontrolle
- Kapitalflucht aus Russland: Unternehmen fürchten Enteignung und Zwangsfinanzierung des Krieges
- Neue Aufgabe für Ex-Minister Sobolew: Er arbeitet künftig im Präsidentenbüro
- Indien als Treibstofflieferant: Russland kämpft mit Dieselknappheit

