Odessa: Abriss eines Baudenkmals sorgt für Empörung – das ist bisher bekannt.
Baudenkmal in Odessa wird abgerissen
Nach Angaben von Novyny.live: Am 23. März 2023 begannen am Franzuzyj-Boulevard 10 in Odessa die Abrissarbeiten an einem Teil eines lokalen Baudenkmals, das zum ehemaligen Weingut Nr. 1 gehörte. Schwere Baufahrzeuge waren im Einsatz, was bei Anwohnern und Vertretern der Stadtverwaltung Besorgnis auslöste. Besonders brisant: Für die Arbeiten lag offenbar keine Genehmigung vor.
Einen Tag später, am 24. März 2023, führten städtische Behörden und die Militärverwaltung eine gemeinsame Untersuchung vor Ort durch. Der Grund war das Fehlen jeglicher Baugenehmigungen, was Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Abrisses aufkommen ließ. Oleksandr Avdjejev erklärte dazu:
„Es wurde eine Beschädigung des Baudenkmals festgestellt. Es handelt sich um ein Gebäude, das als architektonisches und städtebauliches Denkmal von lokaler Bedeutung ausgewiesen ist.“
Geschichte des Gebäudes und Reaktionen der Öffentlichkeit
Das Gebäude blickt auf eine über hundertjährige Geschichte zurück. Es wurde 1895 vom Architekten Lew Wlodek entworfen. Bereits im August 2025 hatte es auf dem Gelände der Fabrik „Odesawinprom“ versuchte Zerstörungen gegeben. Derzeit befinden sich die Gebäude im Privatbesitz der Gesellschaft „KAPLOR 7“, während das Grundstück bis 2039 verpachtet ist. Diese Eigentumskonstellation wirft zusätzliche Fragen zur Verantwortung für den Erhalt des Denkmals auf.
Hennadij Tschekita betonte angesichts der Lage:
„Handelt es sich um einen illegalen Abriss, müssen die Schuldigen strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.“Diese Aussage unterstreicht die Schwere des Falls und die möglichen Konsequenzen für die Verantwortlichen, die ohne die erforderlichen Genehmigungen handelten. Die örtlichen Behörden behalten die Situation rund um das Baudenkmal weiterhin genau im Blick.
Der Teilabriss des Baudenkmals in Odessa hat breite Reaktionen in der Öffentlichkeit und bei Behördenvertretern ausgelöst und eine Debatte über die Legalität solcher Maßnahmen entfacht. Denn Baudenkmäler sind nicht nur Teil des kulturellen Erbes, sondern auch wichtige Elemente der historischen Identität einer Stadt. Der weitere Verlauf dieses Falls könnte erhebliche Auswirkungen auf den Denkmalschutz in der Region haben und die Frage der Haftung privater Eigentümer neu aufwerfen. Die verstärkte Aufmerksamkeit der Kontrollbehörden zeigt, dass ähnliche Vorfälle in Zukunft verhindert werden sollen.
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