Neue Sanktionen gegen Deserteure und Wehrpflichtverweigerer in der Ukraine geplant.
Verschärfte Maßnahmen für Soldaten und Wehrpflichtige zeichnen sich ab
Nach Angaben von TSN.ua: In der Ukraine wird derzeit intensiv über mögliche neue Einschränkungen für Soldaten diskutiert, die ihre Einheit eigenmächtig verlassen haben, sowie für Wehrpflichtige, die gegen die Meldevorschriften während der Mobilmachung verstoßen. Der Abgeordnete Wadym Iwtschenko informierte über diese geplanten Änderungen, die jedoch noch nicht offiziell in der Werchowna Rada eingebracht wurden.
Den Informationen zufolge könnten die Sanktionen finanzielle und verwaltungstechnische Bereiche betreffen. Dazu zählen unter anderem:
- Verbot von Bankgeschäften;
- Einschränkungen bei der Kreditaufnahme;
- notarielle Handlungen;
- Verwaltungsdienstleistungen;
- Fahrerlaubnisentzug.
Wadym Iwtschenko betonte, dass Deserteure rechtlich mit säumigen Zahlern gleichgesetzt werden sollen, etwa mit Personen, die keinen Kindesunterhalt leisten.
„Ein Deserteur wird so behandelt wie jemand, der keinen Unterhalt für seine Kinder zahlt“, so der Abgeordnete.Er führte ein Beispiel aus der Praxis an, bei dem Unterhaltspflichtige mit ähnlichen Strafen rechnen müssen.
Strafen bei Mobilmachungsverweigerung
Die Sanktionen für die Umgehung der Mobilmachung können sowohl verwaltungsrechtlicher als auch strafrechtlicher Natur sein. Wer sich dem Wehrdienst entzieht, riskiert eine Freiheitsstrafe von drei bis fünf Jahren. Bei eigenmächtigem Verlassen der Einheit drohen sogar fünf bis zehn Jahre Haft. Fedir Wenislawskyj unterstrich, dass in Kriegszeiten härtere Strafen für Verstöße gegen die Wehrpflicht notwendig seien.
Derzeit befinden sich schätzungsweise rund zwei Millionen Wehrpflichtige im Fahndungsregister der territorialen Rekrutierungs- und Sozialunterstützungszentren (TCC SP). Dies verdeutlicht die Ernsthaftigkeit der Lage und den dringenden Bedarf an strengeren Kontrollmechanismen. Iwtschenko merkte an: „Aktuell wird oft das Beispiel angeführt: Wer eine Verkehrsstrafe nicht bezahlt, dem werden die Bankkonten gesperrt.“
Die geplanten Gesetzesänderungen zielen also nicht nur auf aktive Soldaten, sondern auch auf Wehrpflichtige ab, um Disziplin und Pflichterfüllung während der Mobilisierung zu gewährleisten. In der Ukraine laufen weiterhin Beratungen zu diesen Initiativen, und in naher Zukunft könnten konkrete Schritte zur Verschärfung der militärischen Verantwortlichkeit unternommen werden.
Die diskutierten Neuerungen unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf bei der Überwachung des Wehrdienstes in einem lang andauernden Krieg. Die Einführung zusätzlicher Restriktionen für Soldaten und Wehrpflichtige könnte ein wichtiger Hebel sein, um die Effizienz der Mobilmachung und die Verteidigungsfähigkeit des Landes zu stärken. Diese Vorhaben spiegeln zudem die Schwere der Herausforderungen wider, vor denen die Ukraine im militärischen Bereich steht, und die Notwendigkeit entschlossener Maßnahmen zu deren Bewältigung.
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