Russisches Öl wird zum Transportrisiko: Frachtraten explodieren auf über 60 Dollar pro Tonne.

Russisches Öl wird zum Transportrisiko: Frachtraten explodieren auf über 60 Dollar pro Tonne
Russisches Öl wird zum Transportrisiko: Frachtraten explodieren auf über 60 Dollar pro Tonne

Frachtraten für russisches Öl schnellen in die Höhe

Nach Angaben von UATV: Die Kosten für den Transport von russischem Urals-Öl haben sich mehr als verdoppelt und liegen Ende 2025 bei über 60 US-Dollar pro Tonne. Dieser massive Anstieg ist eine direkte Folge westlicher Sanktionen. Die USA und die EU haben Hunderte Tanker vom Markt ausgeschlossen, was zu einem akuten Mangel von etwa 53 Schiffen führte. Noch zu Beginn des Jahres 2024 lagen die Frachtraten bei rund 25 Dollar. Die Sanktionen haben die globale Logistik für russische Rohstoffe damit vor völlig neue Herausforderungen gestellt.

Neue Schiffe für umgeleitete Handelsströme

Um den Schiffsmangel zu bewältigen, setzen große Reedereien nun vermehrt neue Tanker ein, um russisches Öl nach Asien zu bringen. Griechische Unternehmen wie Dynacom Tankers Management und Capital Ship Management haben ihre neuesten Schiffe auf diese Route geschickt, um die starke Nachfrage zu bedienen. Beispiele hierfür sind:

  • Der Tanker "Argeus I", der etwa 700.000 Barrel Urals-Öl in den indischen Hafen Paradip brachte.
  • Weitere Schiffe wie die "Rodos" und "Samothraki" absolvierten ähnliche Fahrten nach China und Indien im Dezember und Januar.

Diese Entwicklung sorgt für wachsende Besorgnis in Europa. Der ukrainische Präsident forderte europäische Staaten auf, Tanker aus Russlands sogenannter "Schattenflotte" aufzuhalten. In einem konkreten Schritt stoppten französische Marineeinheiten im Mittelmeer einen Öltanker dieser Flotte, wie Präsident Emmanuel Macron bekannt gab.

Diese Vorfälle unterstreichen, wie wichtig die Kontrolle des Transports von russischem Öl unter den Bedingungen internationaler Sanktionen und des wachsenden Marktdrucks ist. - Der Präsident der Ukraine

Die explodierenden Frachtraten und das Engagement griechischer Reeder zeigen, wie der Markt versucht, sich an die von Sanktionen geprägte neue Realität anzupassen. Gleichzeitig machen die Maßnahmen europäischer Länder gegen die Schattenflotte deutlich, dass der politische Druck auf Russlands Ölexporte unvermindert anhält. Diese Dynamik hat das Potenzial, den globalen Energiemarkt nachhaltig zu beeinflussen und die Beziehungen zwischen Befürwortern und Gegnern der Sanktionspolitik weiter zu strapazieren.


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