Intellexa hat den Zugriff auf die Kundenprotokolle bewahrt: Amnesty hat neue Beweise für Spionage entdeckt.

Intellexa hat den Zugriff auf die Kundenprotokolle bewahrt: Amnesty hat neue Beweise für Spionage entdeckt
Intellexa hat den Zugriff auf die Kundenprotokolle bewahrt: Amnesty hat neue Beweise für Spionage entdeckt

Nach Angaben von ТСН: Eine internationale Untersuchung, durchgeführt von Journalisten und Menschenrechtsaktivisten, hat neue Beweise für die Beteiligung des Unternehmens Intellexa an Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit dem Verkauf und der Verwendung von Werkzeugen zur Cyber-Spionage aufgedeckt. Ein Dokumentenleck hat bestätigt, dass das von einem ehemaligen israelischen Geheimdienstoffizier gegründete Unternehmen sein bekanntes Produkt Predator und die neue Entwicklung Aladdin zur Überwachung von Menschen in verschiedenen Ländern einsetzt.

Darüber berichtet Amnesty.

Vollständige Kontrolle des Entwicklers und juristischer Präzedenzfall

Die technische Analyse, durchgeführt von Amnesty International-Experte Jurre van Bergen, hat gezeigt, dass Intellexa remote Zugriff auf die Protokolle (Logs) ihrer Kunden hat. Dies ermöglicht es den Mitarbeitern von Intellexa, die Einzelheiten der Überwachungsoperationen zu kontrollieren und Ziele zu identifizieren.

Amnesty betont, dass eine solche Beteiligung einen juristischen Präzedenzfall schafft: Softwareanbieter könnten für Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen, die mit ihren Werkzeugen begangen werden, zur Verantwortung gezogen werden.

Das Datenleck lieferte neue Beweise für die Verbindungen von Intellexa zu bestimmten Angriffen auf die Zivilgesellschaft. Beispielsweise wurde 2021 der griechische Journalist Thanassis Koukakis Ziel von Überwachung. Neue Daten bestätigten, dass die Verwendung von Spionagesoftware andauert.

Im Sommer 2025 verzeichneten Experten einen Angriff auf einen Menschenrechtsanwalt in der pakistanischen Provinz Belutschistan, der über den Messenger WhatsApp durchgeführt wurde. Analysten glauben, dass dies auf die Aktivität von Predator als Instrument für illegale Überwachung hinweist.

Unsichtbare Bedrohung: Das Spionageprodukt Aladdin

Die Experten sind besonders besorgt über die neueste Entwicklung des Unternehmens mit dem Namen Aladdin. Laut Leaks von Schulungsvideos und Marketingmaterialien hat dieses Werkzeug einen gefährlichen Angriffsvektor. Aladdin kann mobile Geräte über Online-Werbung (schadhafte Banner) infizieren und erschwert den Schutz, da die Infektion beim Surfen auf Webseiten erfolgen kann.

Amnesty International plant, in naher Zukunft eine Reihe von Berichten zu veröffentlichen, die technische Einzelheiten dieser Spionagekampagnen offenlegen.

Darüber hinaus wurden in Südkorea vier Personen festgenommen, die verdächtigt werden, über 120.000 private und kommerzielle Überwachungskameras gehackt und die Aufnahmen für die Erstellung sexualisierter Materialien für eine ausländische Website verwendet zu haben.

Es gab auch Daten über ein Archiv mit persönlichen Informationen von Ukrainern, das etwa 20 Millionen Aufzeichnungen enthält.

Diese Enthüllungen bestätigen die Bedenken über den Anstieg der Verwendung moderner Technologien zur Verletzung der Menschenrechte. Cyber-Spionage-Werkzeuge wie Predator und Aladdin werden zu wichtigen Elementen im globalen Kontext von Kontrolle und Widerstand, und ihr Einsatz kann ernsthafte Konsequenzen für die Privatsphäre der Bürger weltweit haben. Amnesty International wird die Ermittlungen fortsetzen, um sicherzustellen, dass Unternehmen für ihre Software verantwortlich gemacht werden und Maßnahmen zum Schutz der Menschenrechte ergriffen werden.


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