Nach schwerer Verwundung in Bachmut: Wie ein Veteran anderen Kriegsversehrten hilft.
Die Geschichte von Almas
Nach Angaben von UATV: Der Kriegsveteran Almas verlor im Kampf um die Ukraine beide Beine, doch nicht seinen Lebensmut. Nach zahlreichen Operationen und einer langen Rehabilitation setzt er sich heute aktiv für andere verwundete Soldaten ein. Freiwillig war er am zweiten Tag des großangelegten russischen Angriffskriegs in die ukrainische Armee eingetreten und diente als Infanterist in der 93. Brigade 'Cholodnyj Jar'. Seine Dienstzeit endete tragisch im Januar 2023, als er in Bachmut schwer verwundet wurde.
Während seiner Behandlung musste sich Almas 18 Operationen unterziehen, die ihm halfen, sich an sein neues Leben anzupassen. Er schildert den Moment seiner Verwundung: 'Da war ein fünfstöckiges Gebäude. Der erste RPG-Treffer ging daneben, der zweite traf mich genau in die Beine. Ich habe alles gespürt – ich konnte nicht mehr aufstehen.' Diese Erfahrung brach ihn nicht, und er gibt seine Kraft nun an andere weiter.
Alles wird gut. Ich selbst lag hier. In diesem Zelt. Vor zwei Jahren. Sie brachten mich aus Bachmut hierher, und von hier ging es weiter nach Kiew, Lwiw, Truskawez, überall hin.
Almas
Ein Botschafter für die Gemeinschaft
Im Jahr 2024 wurde er eingeladen, Botschafter für das Veteranen-Hilfsprojekt 'TytanyUA' zu werden – ein Zeichen für seine aktive Rolle in der Gemeinschaft und seine Bereitschaft, anderen beizustehen. Wie Anton Kol betont: 'Durch Unterstützung bauen wir einen neuen Menschen auf. Trotz all der Ängste und Schrecken, die er durchlebt hat. Das heißt, der Mensch ist unzerstörbar. Und jeder ukrainische Soldat ist unzerstörbar, weil wir uns alle gegenseitig stützen.'
Almas ist ein Beispiel für Widerstandskraft und Mut, der auch nach eigenen schweren Verlusten weiter für andere kämpft. Seine Geschichte inspiriert und zeigt, wie wichtig gegenseitige Unterstützung in schwierigen Zeiten ist. Sie steht exemplarisch für den langen Weg der Verwundetenbetreuung in der Ukraine, der weit über die medizinische Versorgung hinausgeht.
Die Geschichte von Almas spiegelt nicht nur einen persönlichen Kampf wider, sondern auch den größeren Kontext der Veteranenbetreuung in der Ukraine. In einer Zeit, in der viele Soldaten mit den Folgen des Krieges konfrontiert sind, sind Vorbilder, die Mut machen, von unschätzbarem Wert. Projekte wie 'TytanyUA' helfen nicht nur bei der gesellschaftlichen Integration der Veteranen, sondern unterstreichen auch die Bedeutung des Zusammenhalts zwischen Militär und Zivilbevölkerung. Almas, als aktiver Teil solcher Initiativen, beweist, dass man selbst nach schwersten Verlusten die Kraft finden kann, anderen zu helfen – ein wesentlicher Baustein für den Wiederaufbau des Landes nach dem Krieg.
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