Wer kann sich vom Wehrdienst befreien lassen? Familienrechtliche Gründe im Überblick.
Freistellung vom Dienst: Diese familiären Umstände sind entscheidend
Nach Angaben von Novyny.live: Das ukrainische Recht sieht für bestimmte Personengruppen eine Verschiebung der Einberufung vor. Dazu zählen insbesondere Bürger mit drei oder mehr minderjährigen Kindern sowie Personen, die pflegebedürftige Angehörige betreuen. Am 29. Januar 2023 informierte das regionale Wehrersatzamt der Oblast Kiew über die konkreten Voraussetzungen für eine solche Stundung.
Voraussetzungen für eine Dienstbefreiung
Anspruch auf Aufschub haben Bürger, die für drei oder mehr minderjährige Kinder sorgen. Das Gleiche gilt für die Betreuung pflegebedürftiger Verwandter oder Kinder mit Behinderung. Auch Angehörige von gefallenen oder vermissten Soldaten können befreit werden. Der Antrag muss beim zuständigen Wehrersatzamt (TZK) gestellt und mit Dokumenten belegt werden. Dazu zählen unter anderem:
- Geburtsurkunden der Kinder,
- Nachweise über eine Behinderung,
- gerichtliche Beschlüsse zur Vormundschaft.
Die Antragstellung oder Verlängerung einer Befreiung erfolgt über die Dienststellen der ZNAPs. Auch Menschen mit eigener Behinderung haben Anspruch auf eine Stundung. Es ist wichtig zu wissen: Eine Freistellung aus familiären Gründen bedeutet nicht automatisch, dass man dauerhaft nicht einberufen werden kann – die endgültige Entscheidung liegt beim Wehrersatzamt. Diese Regelungen sollen Familien in einer extremen Belastungssituation entlasten.
Diese Informationen sind für viele ukrainische Familien von großer Bedeutung, die sich aufgrund des Krieges mit Fragen der Mobilmachung konfrontiert sehen. Klare Kriterien für eine Befreiung helfen, den sozialen Druck auf Haushalte zu mindern, die in schweren Zeiten auf Unterstützung angewiesen sind.
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