Hungersnot droht: Wie der Nahost-Konflikt den globalen Düngermarkt lahmlegt.

Hungersnot droht: Wie der Nahost-Konflikt den globalen Düngermarkt lahmlegt
Hungersnot droht: Wie der Nahost-Konflikt den globalen Düngermarkt lahmlegt

Nahost-Krieg gefährdet weltweite Nahrungsmittelproduktion

Nach Angaben von TSN.ua: Die anhaltenden Kampfhandlungen im Nahen Osten haben bereits jetzt schwerwiegende Folgen für die globale Landwirtschaft. Experten warnen vor einer sich anbahnenden Nahrungsmittelkrise, da die Produktion von Kunstdünger massiv eingeschränkt wurde. Der Konflikt legte die Harnstoffherstellung in der Region lahm, was die ohnehin angespannte Lage auf den Weltmärkten weiter verschärft.

Auslöser dieser Entwicklung waren iranische Angriffe, die zur Einstellung der Harnstoffproduktion im Nahen Osten führten. In der Folge entstand ein akuter Mangel an Düngemitteln. Hersteller in Südasien müssen ihre Produktion drosseln, weil ihnen das notwendige Erdgas fehlt. In den letzten zwei Wochen konnten etwa die Hälfte der insgesamt 2,1 Millionen Tonnen Harnstoff nicht auf den Weltmarkt gelangen. Besonders kritisch: Rund ein Drittel des weltweiten Harnstoffexports wird durch die Straße von Hormus transportiert. Derzeit stecken über 1,1 Millionen Tonnen Dünger und die dafür benötigten Rohstoffe im Persischen Golf fest, was die Krise zusätzlich anheizt.

Ein weiterer Schlag für die Versorgung ist die Stilllegung einer Anlage des katarischen Unternehmens QAFCO. Diese Fabrik hat eine Jahreskapazität von 5,6 Millionen Tonnen Harnstoff. In Indien läuft die Gasversorgung der Düngemittelwerke nur noch mit etwa 70 Prozent der normalen Kapazität. Die Folgen sind bereits jetzt spürbar: Die Preise für Harnstoff sind seit Beginn des Konflikts um mehr als 40 Prozent gestiegen.

'Selbst ein vorübergehender Anstieg der Düngemittelpreise kann tiefe Narben in der weltweiten Nahrungsmittelproduktion hinterlassen.' Alvaro Lario

Die Lage in der Region selbst ist ebenfalls alarmierend. In Dubai reichen die Vorräte an frischen Lebensmitteln nur noch für zehn Tage. Dies erhöht das Risiko einer Ernährungsinstabilität erheblich. Wie Veronica Nigh betont: 'Sollten die Störungen anhalten, wird die Situation noch viel schlimmer sein als 2022.' Chris Lawson warnt, dass 'der Welt eine weitaus schlimmere Lage als 2022 droht'. Auch Raj Patel sieht düstere Zeiten auf uns zukommen: 'All dies bedeutet, dass der Hunger in der Welt in diesem Jahr definitiv zunehmen wird.'

Auswirkungen auf die globale Ernährungssicherheit

Die Lage auf den Düngemittel- und Lebensmittelmärkten bleibt angespannt. Experten fordern daher sofortiges Handeln, um eine noch tiefere Krise zu verhindern. Diese Nachricht unterstreicht die schwerwiegenden Konsequenzen, die der Nahost-Krieg für die Ernährungssicherheit weltweit haben kann. Angesichts der zentralen Bedeutung von Harnstoff für die Landwirtschaft könnten Lieferverzögerungen bei Düngemitteln in vielen Ländern zu Ernteausfällen führen – besonders in jenen, die auf Importe angewiesen sind.

Steigende Düngerpreise und der Mangel an frischen Produkten drohen soziale und wirtschaftliche Probleme zu verursachen. Dazu gehören eine Zunahme von Armut und Hunger in verschiedenen Regionen der Erde.


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