Ölpreis-Schock: Krieg zwischen USA und Israel gegen Iran treibt Benzinpreise in die Höhe – Ukraine besonders betroffen.
Globale Ölmärkte unter Druck
Nach Angaben von TSN.ua: Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und Israel auf der einen Seite und dem Iran auf der anderen haben die weltweiten Ölmärkte massiv erschüttert. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Schließung der Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel des globalen Öltransports fließt. Die Folge: Die Ölpreise schossen in die Höhe, was in Europa Panik auslöste und die Treibstoffversorgung durcheinanderbrachte. Im Januar 2023 kostete ein Barrel der Sorte Brent noch 61 US-Dollar, für Ural wurden 51 Dollar gezahlt. Bereits am 9. März 2023 kletterte der Brent-Preis jedoch auf 100 Dollar.
Als Reaktion auf die steigenden Preise und Versorgungsengpässe gab die Trump-Administration 86 Millionen Barrel Rohöl aus der strategischen Reserve der USA frei. Die Internationale Energieagentur verpflichtete sich zudem, 400 Millionen Barrel aus ihren Beständen bereitzustellen. Für Russland ergibt sich aus dem Preisanstieg ein täglicher Zusatzverdienst von bis zu 150 Millionen Dollar an Petrodollars.
Auswirkungen auf den ukrainischen Kraftstoffmarkt
Diese Entwicklungen schlagen direkt auf den ukrainischen Markt durch. Die Benzinpreise stiegen um 1 bis 3 Hrywnja. An manchen Tankstellen kostet der Kraftstoff A-95 mittlerweile 70 Hrywnja und 99 Kopeken, während Diesel mit 79 Hrywnja und 99 Kopeken zu Buche schlägt. Serhij Kujun erklärte dazu:
„Wenn etwas fehlt, lastet das automatisch auf den anderen Versorgungsquellen.“
Laut Juri Koroltschuk bezieht die Europäische Union ihr Öl vorrangig aus Norwegen. Serhij Kujun betont:
„Dieser Preis fließt automatisch in die Verträge ein.“Scott Bessent ergänzt: „Diese gezielte, kurzfristige Maßnahme gilt nur für Öl, das bereits auf dem Transportweg war.“
Die Geschehnisse rund um die Straße von Hormus und der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran haben die globalen Ölmärkte fundamental verändert. Dies wiederum beeinflusst die Spritpreise in der Ukraine und Europa. Die Anrainerstaaten des Persischen Golfs – Iran, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman – bleiben die zentralen Akteure, während Indien, China und andere asiatische Länder die Hauptabnehmer des Rohöls sind.
Der durch die Kriegshandlungen ausgelöste Preisschock verdeutlicht die Fragilität der globalen Energieversorgung. Länder wie die Ukraine, die stark von Ölimporten abhängig sind, müssen sich rasch an die neuen Marktbedingungen anpassen, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten und wirtschaftliche Turbulenzen zu vermeiden. In diesem Umfeld können Ölexporteure wie Russland zusätzliche finanzielle Vorteile erzielen, was wiederum die geopolitischen und wirtschaftlichen Beziehungen weltweit beeinflusst.
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