Tod im Schwarzen Meer: Krieg und Geisternetze fordern 50.000 Delfine.
Dramatischer Rückgang der Delfinpopulation
Nach Angaben von Novyny.live: Die Zahl der Delfine im Schwarzen Meer bricht aufgrund menschlicher Aktivitäten massiv ein. Seit Beginn der Kriegshandlungen im Jahr 2022 hat sich die Situation drastisch verschärft. Ökologen verzeichneten allein in diesem Jahr den Tod von etwa 50.000 Tieren. Bereits vor dem Krieg waren kilometerlange Fischernetze eine Hauptgefahr. Allein im nordwestlichen Teil des Meeres erreichten sie eine Gesamtlänge von bis zu 3000 km und wurden zur tödlichen Falle.
Im Schwarzen Meer sind drei Walarten heimisch: der Große Tümmler, die Gemeine Delfin und die Schweinswal. Alle drei Arten stehen im Roten Buch der Ukraine, was ihren bedrohten Status und dringenden Schutzbedarf belegt. Historisch kam hier auch die Mittelmeer-Mönchsrobbe vor, die heute in der Region als praktisch ausgestorben gilt. Diese Meeressäuger sind ein unverzichtbarer Teil des marinen Ökosystems.
Der Krieg als Gipfel der Zerstörung
Umweltexperten bewerten den Krieg als traurigen Höhepunkt eines anhaltenden Ökozids an den Walarten des Schwarzen Meeres. Iwan Rusew betont:
„Für den Erhalt der Art sind systematische Lösungen notwendig.“Dies unterstreicht, dass nur ein umfassender Ansatz die verbliebenen Populationen retten kann. Die akute Bedrohung erfordert sofortiges Handeln von staatlichen Stellen und der internationalen Gemeinschaft.
Die Folgen der Meeresverschmutzung und der direkte menschliche Einfluss auf den Lebensraum der Säuger sind alarmierend. Ihr Verschwinden würde die Nahrungsketten erheblich destabilisieren und das gesamte ökologische Gleichgewicht des Schwarzen Meeres gefährden. Dringend notwendig sind daher Sofortmaßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung der Bestände. Dazu zählt ein Verbot schädlicher Fischfangmethoden ebenso wie die Sicherung ihrer Lebensräume.
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