Urlaubsprobleme bei Soldaten: Neues Gesetz ab 2025 soll Abhilfe schaffen.

Urlaubsprobleme bei Soldaten: Neues Gesetz ab 2025 soll Abhilfe schaffen
Urlaubsprobleme bei Soldaten: Neues Gesetz ab 2025 soll Abhilfe schaffen

Schwierigkeiten bei der Gewährung von Erholungsurlaub für Militärangehörige in der Ukraine

Nach Angaben von Espreso.tv: Die Urlaubssituation für ukrainische Soldaten ist weiterhin angespannt. Laut Gesetz haben Kämpfer mit dem Status eines Teilnehmers an Kampfhandlungen Anspruch auf 45 Tage Urlaub. In der Realität bekommen viele jedoch nicht einmal die garantierten 15 Tage Erholung. Zusätzlich steht jedem Militärangehörigen ein jährlicher Grundurlaub von 30 Tagen zu. Für das Jahr 2025 hat das ukrainische Parlament eine Reform verabschiedet, die die obligatorische Gewährung eines Teils des Jahresurlaubs – konkret 15 Tage – festschreibt.

Das Büro des Militär-Ombudsmanns verzeichnete im Jahr 2024 über 4.000 Beschwerden von Soldaten, wobei mehr als die Hälfte Urlaubsprobleme betraf. Allein zwischen dem 27. Januar und dem 11. Mai 2026 gingen dort über 45 weitere Beschwerden zu diesem Thema ein. Die Hauptgründe für die Eingaben sind:

  • Ignorieren oder Verschleppen der Bearbeitung von Urlaubsanträgen;
  • direkte Verweigerung des Urlaubs durch den Vorgesetzten;
  • mangelndes Wissen über das korrekte Verfahren zur Antragstellung.

Valerija Morozova erklärte, dass die meisten Anfragen an das Ombudsmann-Büro Zahlungen und Urlaub betreffen, wobei Zahlungen der häufigste Punkt sind. Viktor Bischtschuk betonte, dass die Handhabung von Urlaubsgewährung zwischen den Einheiten stark variiert. Er wies auch darauf hin, dass Kommandeure oft eine persönliche Verantwortung für die zurückgelassenen Soldaten empfinden und sagte:

„Deshalb muss man zuerst darüber nachdenken, das Personal aufzustocken oder die Mobilisierungsprozesse zu verbessern, und erst dann darüber, den Urlaub zu verlängern.“
- Viktor Bischtschuk.

Das Verfahren zur Beantragung von Urlaub

Der Prozess beginnt damit, dass der Soldat einen Antrag bei seinem direkten Vorgesetzten einreicht. Inoffiziell kostete ein Tag Urlaub umgerechnet 500 Griwna. Die anhaltenden Schwierigkeiten beim Urlaubsbezug zeigen, dass sowohl gesetzliche als auch praktische Änderungen dringend nötig sind. Dies unterstreicht die Bedeutung systemischer Reformen in der militärischen Führung, um die Rechte der Soldaten zu gewährleisten. Konkret müssen die Antragsverfahren transparenter gemacht und die Ursachen für Urlaubsverweigerungen beseitigt werden, was entscheidend für die Moral und Gesundheit der Truppe ist.


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